Gesundheit

Multiple Sklerose: (Selbst-)Hilfe für den Umgang mit der Erkrankung

  • Rudolf Huber/mp - 24. September 2020, 11:56 Uhr
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mp Groß-Gerau - Soziale Kontakte pflegen, sich austauschen und sich über die eigene Erkrankung informieren ist ein wichtiger Ratschlag für MS-Betroffene. nortonrsx / istock by Getty Images

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die sehr individuell in ihrem Verlauf und den Symptomen ist. So vielschichtig, wie sich diese 'Krankheit der tausend Gesichter' zeigt, so unterschiedlich sind die Bedürfnisse der Betroffenen. Eines jedoch haben sie meist gemeinsam: Ein bewusster Lebensstil und der Austausch untereinander können ihnen den Umgang mit MS erleichtern.


Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die sehr individuell in ihrem Verlauf und den Symptomen ist. So vielschichtig, wie sich diese "Krankheit der tausend Gesichter" zeigt, so unterschiedlich sind die Bedürfnisse der Betroffenen. Eines jedoch haben sie meist gemeinsam: Ein bewusster Lebensstil und der Austausch untereinander können ihnen den Umgang mit MS erleichtern.

Wohlbefinden steigern
Zu den möglichen Symptomen von MS gehören zum Beispiel motorische Störungen, Sehstörungen oder starke Erschöpfung (Fatigue). Eine medikamentöse Therapie kann helfen, das Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zu verlangsamen. Daneben hilft es vielen Betroffenen auch, selbst aktiv zu werden: Sport und Bewegung können sich bei vielen Betroffenen positiv auf die Symptome auswirken. Eine ausgewogene Ernährung kann für mehr Energie sorgen und das Immunsystem unterstützen. Wichtig ist es, Stress abzubauen oder zu vermeiden, da dieser die MS-Symptome verstärken kann.

Für Menschen mit chronischen Erkrankungen kann es hilfreich sein, sich selbst aktiv einzubringen und herauszufinden, was ihnen gut tut. Dennoch sollten sie sich immer wieder bewusst machen, dass sie den Umgang mit ihrer Erkrankung nicht allein bewältigen müssen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen: Bei Fragen zur Erkrankung ist der betreuende Arzt der erste und richtige Ansprechpartner. Wertvollen Rückhalt können zudem Freunde und Bekannte bieten, besonders der Austausch mit anderen Betroffenen erweist sich häufig als wichtige emotionale Stütze.

Kontakte online pflegen
Soziale Kontakte zu pflegen, sich auszutauschen und sich über die eigene Erkrankung zu informieren, ist ein wichtiger Ratschlag, den MS-Betroffene beherzigen können. Insbesondere in Zeiten von Social Distancing ist dies verstärkt auch mithilfe von Online-Angeboten möglich. So können beispielsweise die 360°-Services einen Wegweiser zu unterschiedlichen, aufeinander abgestimmten Informations- und Unterstützungsangeboten rund um das Thema MS bieten. Dazu gehören unter anderem eine Plattform mit Hintergrundinformationen und Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, die App Cleo mit einer Vielzahl von Funktionen oder das MS Service-Center für eine persönliche Beratung zu unterschiedlichen Themen. Die Unterstützungsangebote können kostenfrei von Betroffenen, Angehörigen und Interessierten genutzt werden. Weitere Infos unter www.ms360grad.de

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