Autofahrer haben 2022 wieder länger im Stau gestanden. Wie sich aus dem ,,Traffic Index" des Kartendatenanbieters TomTom ergibt, verlängerten sich die Fahrtzeiten in 12 der 27 wichtigsten deutschen Städte gegenüber dem noch stärker von Corona geprägten Vorjahr. Die Verfasser der Studie führen die Zunahme unter anderem auf verstärkten Liefer- und Freizeitverkehr sowie Rückkehrer aus dem Homeoffice zurück.
Spitzenreiter bei der Staubelastung war im vergangenen Jahr München, wo Autofahrer im Schnitt 67 Stunden und neun Minuten im stockenden Verkehr verbrachten. Knapp dahinter landen Hamburg mit 66 Stunden und 5 Minuten sowie Berlin (61 Stunden 39 Minuten) und Leipzig (60 Stunden 11 Minuten). Grundlage der Berechnung, die auf anonymisierten Navigationsdaten basiert, waren 230 Arbeitstage und eine Pendelstrecke von 20 Kilometern, die während der Rushhour absolviert wurden.
Autofahren erforderte im vergangenen Jahr nicht nur mehr Geduld, sondern auch höhere Investitionen. Wegen der gestiegenen Energie- und Spritpreise mussten Nutzer eines Benziners für eine Tankfüllung während der Hauptverkehrszeit im Schnitt 21 Prozent mehr ausgeben als 2021, bei Dieselfahrern waren es 38 Prozent. Kaum gestiegen sind hingegen die Kosten für Fahrstrom, sowohl an der Normal- als auch an der Schnellladesäule.














