Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Menschen Busse und Bahnen im Nah- und Fernverkehr genutzt als im von der Corona-Pandemie geprägten 2021: Die Zahl der Fahrgäste stieg um 29 Prozent auf fast 10,2 Milliarden, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Besonders starke Zuwächse wurden im 2. und 3. Quartal verzeichnet, in denen für drei Monate das 9-Euro-Ticket galt. Trotzdem lag die Zahl der Fahrgäste noch immer 14 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.
Im ÖPNV, der 99 Prozent des Linienverkehrs abdeckt, stieg das Fahrgastaufkommen 2022 ebenfalls um 29 Prozent (2019: -14%). Stärker war der Fahrgastanstieg im Fernverkehr: Mit Eisenbahnen waren 138 Millionen und damit 62 % mehr Reisende unterwegs als 2021, die Zahl der Reisenden in Fernbussen war mit 7,5 Millionen Reisenden sogar mehr als zweieinhalb Mal so hoch wie im Vorjahr (+163 %).
Die Statistiker machen drei Hauptgründe für die hohen Zuwächse bei Bussen und Bahnen aus: Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen, das von Juni bis August bundesweit im ÖPNV gültige 9-Euro-Ticket sowie ein geschätzter Anstieg der Bevölkerungszahl um 1,1 Millionen Menschen auf 84,3 Millionen zum Jahresende 2022, unter anderem aufgrund von Zuwanderung.
Das Nachfolgeangebot des 9-Euro-Tickets - ,,Deutschlandticket" beziehungsweise ,,49-Euro-Ticket" - soll ab 1. Mai die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) dauerhaft steigern.















