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Unfallstatistik 2022 - Weniger Verkehrstote als vor Corona

  • Holger Holzer/SP-X - 12. Juli 2023, 15:20 Uhr
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Die Zahl der Verkehrstoten lag auch nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie unter 3.000 Foto: SP-X

WÀhrend der Corona-Pandemie haben Lockdowns und ReisebeschrÀnkungen die Zahl der Verkehrstoten sinken lassen. Der Effekt hÀlt offenbar an.

Die Zahl der Verkehrstoten liegt weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Im Jahr 2022 kamen in Deutschland 2.788 Menschen bei VerkehrsunfĂ€llen zu Tode, wie aus den nun veröffentlichen endgĂŒltigen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Das waren 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahlen bleiben aber unterhalb der 2020 erstmals unterschrittenen 3.000er-Marke.

Die Zahl der verletzten Personen stieg im Jahr 2022 um 12 Prozent auf 361.134 Personen. Dennoch blieb die Zahl der Getöteten und Verletzten auf einem der tiefsten StĂ€nde seit fast 70 Jahren. Durchschnittlich wurden pro Tag 989 Menschen im Straßenverkehr verletzt, 8 starben. Insgesamt registrierte die Polizei 2,4 Millionen VerkehrsunfĂ€lle, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In 2,1 Millionen FĂ€llen blieb es bei SachschĂ€den (plus 3 Prozent), bei rund 290 000 VerkehrsunfĂ€llen wurden Menschen verletzt oder getötet (plus 12 Prozent).

WÀhrend die Gesamtzahl der UnfÀlle abgenommen hat, kam es zu einer Steigerung bei den AlkoholunfÀllen. Vor der Pandemie schwankte die Zahl zwischen 34.000 und 36.000, in der Corona-Zeit sank sie unter 33.000. Im vergangenen Jahr gab es hingegen 38.771 UnfÀlle, bei denen mindestens eine beteiligte Person alkoholisiert war - ein Plus von 19 Prozent. Die Zahl der AlkoholunfÀlle mit Personenschaden stieg um 23 Prozent auf 16.807.

Bei der Unfallverteilung ergibt sich auch 2022 das gewohnte Bild. 70 Prozent aller UnfĂ€lle mit PersonenschĂ€den ereigneten sich innerorts, wĂ€hrend sich 68 Prozent der tödlichen UnfĂ€lle auf Autobahnen und vor allem Landstraßen ereigneten. 43 Prozent der Todesopfer saßen in einem Auto, 18 Prozent auf einem Kraftrad. Der Anteil der FußgĂ€nger und Radfahrer an den Getöteten lag bei 13 beziehungsweise 17 Prozent. Fast die HĂ€lfte der Radler waren auf einem Pedelec unterwegs. Die beliebten Elektro-Bikes dĂŒrften auch einen Anteil daran haben, dass die Zahl der getöteten Radfahrer unterdurchschnittlich sinkt: GegenĂŒber dem Jahr 2000 ist sie um 28 Prozent gesunken, wĂ€hrend etwa die der Todesopfer im Pkw um 73 Prozent abgenommen hat.

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