Kauf und Kündigung des Deutschlandtickets sind bei manchen Verkehrsverbünden zu kompliziert. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen sieht bei den technischen Buchungsprozessen erheblichen Nachbesserungsbedarf, wie er im Rahmen seiner 100-Tage-Bilanz zu dem 49-Euro-Fahrschein mitteilt. Basis der Bewertung sind 350 eigegangene Beschwerden von Nutzern.
Kritik gibt es außer an der teils umständlichen Buchung auch am Ausschluss bestimmter Kundengruppen; so verlangen einige Anbieter ein Bankkonto oder einen deutschen Wohnsitz, andere einen Bonitäts-Check. Mindestens einer Person wurde der Kauf des Ticktes aufgrund eines negativen Schufa-Eintrags verwehrt.
Für Unmut sorgte überdies die starren Regelungen und der Digital-Zwang. Kunden wünschten unter anderem anstelle des üblichen Abos ein Ticket, das nur einmalig 30 Tage gültig ist. Kritisiert wird auch, dass einige Anbietern ausschließlich Smartphone- oder Online-Tickets verkaufen. Außerdem wünschen sich Nutzer die Kombinierbarkeit mit Fernzugverbindungen sowie eine durchgängige Geltung von Fahrgastrechten. Â
Verbraucherschützer sehen erheblichen Nachbesserungsbedarf beim Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr. Kauf und Kündigung des Tickets stellten Verbraucherinnen und Verbraucher vor Probleme, sagte Ramona Pop, Vorständin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV), 100 Tage nach dem Start des Deutschlandtickets. Sie verwies auf mehr als 350 Rückmeldungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern auf einen Aufruf des Verbands hin, um Erfahrungen zum Ticket zu schildern.















