2021 hat Renault die Marke Mobilize eingeführt, die sich seither als Dienstleister in verschiedenen Bereichen nachhaltiger und elektrischer Mobilität zu etablieren versucht. Nun gibt es für die junge Renault-Tochter einen ersten Dämpfer, denn das 2022 eingeführte Elektro-Miettaxi Limo wurde aufgrund geringer Nachfrage vom Markt genommen, wie das französische Magazin Largus.fr berichtet.
Demnach konnte Mobilize bisher lediglich 33 Limo vermitteln. 2022 waren es 28, dieses Jahr nur noch 5. Das geringe Interesse dürfte vor allem den hohen Mietkosten geschuldet sein. Rund 1.500 Euro müssen Ridehailling- und Taxidienste im Monat für das Limo-Abo zahlen. Gegenüber Largus kritisierte ein Limo-Nutzer in einem 2022 geführten Interview diesen Betrag als zu hoch, um in die Gewinnzone fahren zu können. Vermutlich war er mit dieser Einschätzung nicht allein. Wie eine Sprecherin von Mobilize in Frankreich gegenüber Largus bestätigte, wurde das Limo-Angebot aufgrund der für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell zu geringen Nachfrage eingestellt.
Das agile Anpassen des Geschäftsmodells von Mobilize kommt allerdings nicht überraschend. Bei der Vorstellung der Renault-Tochter auf der IAA 2021 kündigte die damalige Unternehmens-Chefin Clotilde Delbos an, dass man einzelne Bausteine im großen Mobilize-Puzzle nötigenfalls wieder abstoßen werde, sollten diese nicht profitabel sein. Mobilize solle damit auch als Labor dienen, dass zeigen soll, welche Dienstleistungen in einer Shared Mobility beim Kunden ankommen, so Delbos. Allerdings sagte die Französin auch, dass man den neuen Geschäftsfeldern einige Jahre Zeit geben wolle, sich zu entwickeln. Im Fall des Limo-Angebots wurde die Reißleine jedenfalls früh gezogen.
Motor
Renault-Tochter Mobilize stellt Limo ein - Taxi-Abo nicht profitabel
- Mario Hommen/SP-X - 16. November 2023, 10:07 Uhr
Renault will mit Mobilize viele neue Angebote für eine nachhaltige E-Mobilität etablieren. Eine Sparte muss nun einen ersten Flop wegstecken.
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