Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) schlägt Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zur Beschaffung militärisch nutzbarer Technik in Deutschland. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Behörde hervor, über die das "Handelsblatt" berichtet.
Hintergrund ist laut den Erkenntnissen, dass der Angriffskrieg gegen die Ukraine den Bedarf an Rüstungsgütern sowie sogenannten proliferationsrelevanten Produkten (Technologie für Massenvernichtungswaffen) erhöht habe. Gleichzeitig würden aber die seit 2022 verhängten EU-Sanktionen gegen Russland die Beschaffung solcher Güter "deutlich erschweren", heißt es in dem 48 Seiten umfassenden Papier.
Russische Akteure versuchten daher, "in Deutschland unter Umgehung der geltenden Exportkontrollverfahren insbesondere Produkte aus den Bereichen der Hochtechnologie (wie Werkzeugmaschinen und Mikroelektronik) zu beschaffen", warnt der Verfassungsschutz. "Um den beabsichtigten Einsatz in Russland zu verschleiern, werden auch russische Nachrichtendienste in die Beschaffung eingebunden." Deutschland steht laut Verfassungsschutz im Fokus weiterer Länder. "Die Anzahl und Professionalität der Beschaffungsbemühungen ausländischer Staaten in Deutschland liegt insgesamt auf einem hohen Niveau - mit steigender Tendenz", heißt es in dem Papier. Die Behörde nennt China, Iran, Nordkorea und Pakistan.
Das Interesse für die Bundesrepublik führt der Verfassungsschutz darauf zurück, dass Deutschland als führende Industrienation und bedeutender Forschungsstandort über zahlreiche Hochtechnologieunternehmen sowie eine Wissenschaftslandschaft mit vielen Forschungseinrichtungen und Hochschulen verfüge. "Große, global agierende Unternehmen können potenzielle Ziele für Beschaffungsaktivitäten sein." Das gilt nach Einschätzung der Geheimdienstler auch für die sogenannten Hidden Champions, mittelständische Unternehmen, die in bestimmten Technologiebereichen europa- oder sogar weltweit Marktführer sind.
Brennpunkte
BfV warnt vor russischer Rüstungsbeschaffung in Deutschland
- dts - 8. Januar 2026, 10:00 Uhr
.
Weitere Meldungen
Nach dem tödlichen Silvester-Brand in einer Bar im Skiort Crans-Montana haben die Menschen in der Schweiz der 40 Todesopfer gedacht. Begleitet vom Glockengeläut der Kirchen
MehrWeil er seine schlafende Ehefrau mit Brandbeschleuniger angezündet und getötet haben soll, ist ein 50-Jähriger vom Landgericht Braunschweig zu einer lebenslangen
MehrBuschbrände haben im Südosten Australiens einige Häuser und große Waldflächen zerstört. Im Bundesstaat Victoria wurden am Freitag zwei Erwachsene und ein Kind in einem
MehrTop Meldungen
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Vertreter der 27 EU-Länder sollen in Brüssel vorläufig den Weg für das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien,
MehrNach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat der Rat der EU-Länder dem Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten zugestimmt. Die
MehrIn Brüssel sind am Freitagmorgen die Vertreter der 27 EU-Länder zusammengekommen, um unter anderem über das lang aufgeschobene Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen
Mehr














