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Bericht: Pistorius will dieses Jahr 20.000 Freiwillige für Wehrdienst gewinnen

  • AFP - 8. Januar 2026, 14:47 Uhr
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Minister Pistorius im Kabinett
Bild: AFP

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will schon im ersten Jahr 20.000 Freiwillige für den neuen Wehrdienst rekrutieren. In einem Brief an die Regierungsfraktionen schreibt Pistorius, er sei 'überzeugt, dass uns dies gelingen wird'.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will schon im ersten Jahr 20.000 Freiwillige für den neuen Wehrdienst rekrutieren. In einem Brief an die Regierungsfraktionen, aus dem der "Spiegel" am Donnerstag zitierte, schreibt Pistorius, er sei "überzeugt, dass uns dies gelingen wird". In dem Dokument skizziert Pistorius demnach seine wichtigsten Projekte für das Jahr 2026.

Die Zielmarke von 20.000 Freiwilligen für den neuen Wehrdienst kann als ambitioniert gelten. Im vergangenen Jahr meldeten sich nach "Spiegel"-Informationen nur etwas mehr als 12.000 Männer und Frauen für den bereits existierenden Freiwilligen Wehrdienst - deutlich weniger, als sich die Bundeswehr vorgenommen hatte.

Der im vergangenen Jahr vom Bundestag verabschiedete neue Wehrdienst soll für junge Menschen deutlich ansprechender werden als das bisherige Modell. Vor allem die bessere Bezahlung soll mehr Männer und Frauen zur Bundeswehr locken, zudem soll der Dienst selbst deutlich attraktiver werden. 

In dem Brief an die Fraktionen schreibt Pistorius dem Bericht zufolge, er plane einen "sinnstiftenden und attraktiven Dienst", dies sei sein "klares Bekenntnis und Ziel". Im Sommer 2027 wolle er sein Modell evaluieren, um möglicherweise Änderungen vorzunehmen.

Der neue Wehrdienst, der weitgehend freiwillig ist, wurde von der Koalition aus Union und SPD nach langem Ringen Ende 2025 beschlossen. Schon in den kommenden Tagen, schreibt Pistorius, wolle er die ersten Fragebögen für den Dienst verschicken.

"In wenigen Tagen werden die ersten 18-Jährigen kontaktiert, um gezielt Bereitschaft und Qualifikation abzufragen und für den Dienst in der Bundeswehr zu werben", zitierte der "Spiegel" aus dem Brief des Ministers.

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