Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den USA zunehmende Distanz zu manchen Verbündeten und Missachtung des Völkerrechts vorgeworfen. "Die USA sind eine etablierte Macht, aber eine, die sich nach und nach von einigen ihrer Verbündeten abwendet und sich von internationalen Regeln löst, die sie bis vor Kurzem noch verteidigt haben", sagte Macron am Donnerstag auf der Konferenz französischer Botschafter in Paris. Multilaterale Institutionen funktionierten immer schlechter, fügte er hinzu. "Wir leben in einer Welt der Großmächte, die versucht sind, die Welt unter sich aufzuteilen", betonte der französische Präsident.Â
Vor diesem Hintergrund müsse Europa seine Interessen besser schützen als bisher, sagte Macron - unter anderem durch eine Regulierung des Technologiesektors. Es sei nötig, einen "kontrollierten Informationsraum" zu haben, in dem freie Meinungsäußerung möglich sei, und der nicht durch Algorithmen bestimmt werde. Die Digitalgesetze der EU, die vor allem US-Konzerne in die Schranken weisen und Nutzer vor Falschinformationen schützen sollen, müssten "verteidigt werden", betonte Macron.Â
Politik
Macron wirft USA schrittweises Abwenden von Verbündeten vor
- AFP - 8. Januar 2026, 14:49 Uhr
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