Wirtschaft

Nach Nestlé ruft auch Lactalis Säuglingsnahrung wegen Toxin Cereulid zurück

  • AFP - 21. Januar 2026, 21:28 Uhr
Bild vergrößern: Nach Nestlé ruft auch Lactalis Säuglingsnahrung wegen Toxin Cereulid zurück
Logo von Lactalis
Bild: AFP

Nach dem Schweizer Lebensmittelriesen Nestlé hat nun auch der französische Milchindustriekonzern Lactalis am Mittwoch einen groß angelegte Rückrufaktion von Säuglingsnahrung in mehreren Ländern gestartet.

Nach dem Schweizer Lebensmittelriesen Nestlé hat nun auch der französische Milchindustriekonzern Lactalis am Mittwoch einen groß angelegte Rückrufaktion von Säuglingsnahrung in mehreren Ländern gestartet, weil diese möglicherweise das Toxin Cereulid enthalten könnte. Die französischen Behörden stellten eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen her: "Die derzeit von Nestlé und Lactalis durchgeführten Rückrufaktionen sind tatsächlich auf einen Rohstoff zurückzuführen, der von ein und demselben Hersteller in China geliefert wurde", telte das französische Landwirtschaftsministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. 

Zu den von dem Rückruf betroffenen Ländern gehören den Angaben zufolge Frankreich, China, Australien und Mexiko. Cereulid ist eine Substanz bakteriellen Ursprungs, die Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Säuglingsmilch, die als Ergänzung oder Ersatz für Muttermilch verwendet wird, wird streng kontrolliert. 

Laut der Organisation Foodwatch handelt es sich bei der chinesischen Firma um einen der weltweit wenigen Lieferanten von Arachidonsäure (ARA), einer in Europa streng regulierten Substanz, die als Quelle für Omega-6-Fettsäuren in bestimmten Säuglingsmilchprodukten enthalten ist.

Die NGO kündigte am Mittwoch an, Klage gegen Unbekannt zu erheben, um "Licht ins Dunkel" der Rückrufe zu bringen. Weltweit seien Millionen Säuglinge betroffen, betonte Foodwatch. 

Anfang Januar hatten mehrere Tochtergesellschaften von Nestlé in Europa - insbesondere in Deutschland, Italien, Schweden und Frankreich - bestimmte Produktchargen zurückgerufen. Insgesamt waren 60 Länder betroffen. 

Unter Säuglingsmilch-Herstellern hat es in den vergangenen Jahren mehrfach Gesundheitswarnungen und Rückrufaktionen gegeben - einige erwiesen sich als begründet, andere nicht.

Weitere Meldungen

Spritpreis-Paket der Bundesregierung soll bis Anfang April abgeschlossen werden

Das Spritpreis-Paket der Bundesregierung soll spätestens Anfang April stehen. "Ich gehe davon aus, dass das Parlament noch in dieser Woche in einer ersten Lesung über den

Mehr
Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve

Die Bundesregierung erwägt, eine strategische Gasreserve für den Notfall einzurichten. "Wir diskutieren, eine vom Markt abgetrennte gesicherte Reserve anzulegen", sagte

Mehr
Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an

Die hohen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs haben die Diskussion um die EU-Klimapolitik angeheizt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte bei einem

Mehr

Top Meldungen

Kabinettsbeschluss zum neuen Heizungsgesetz verschiebt sich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Kabinettsbeschluss für den Entwurf des sogenannten "Gebäudemodernisierungsgesetzes" (GMG), früher auch bekannt als "Heizungsgesetz",

Mehr
Bundesregierung gegen Marktinterventionen in Energiepreiskrise

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung zeigt sich vor dem Europäischen Rat in der Frage möglicher Marktinterventionen zur Senkung der Energiepreise

Mehr
Bauernverband pocht auf Ausnahmen beim Mindestlohn für Saisonarbeiter

Der Deutsche Bauernverband (DBV) pocht auf Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft. Der Verband stellte am Dienstag in Berlin ein

Mehr