Gesundheit

WHO: Fast vier von zehn Krebsfällen sind vermeidbar

  • AFP - 3. Februar 2026, 18:53 Uhr
Bild vergrößern: WHO: Fast vier von zehn Krebsfällen sind vermeidbar
Rauchen gehört zu den vermeidbaren Risikofaktoren
Bild: AFP

Fast vier von zehn Krebsfällen können laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhindert werden. 38 Prozent aller neuer Krebsfälle im Jahr 2022 - 7,1 Millionen Neuerkrankungen - hätten vermeidbare Ursachen gehabt, hieß es in einer aktuellen Studie.

Fast vier von zehn Krebsfällen könnten laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhindert werden. Rund 38 Prozent aller neuen Krebsfälle im Jahr 2022 - 7,1 Millionen Neuerkrankungen - hätten vermeidbare Ursachen gehabt, hieß es in einer am Dienstag anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages im Fachmagazin "Natur Medicine" veröffentlichten Studie. Zu den vermeidbaren Risikofaktoren gehören demnach Rauchen, Alkoholkonsum, Luftverschmutzung und bestimmte Infektionen. 

An der Studie wahren zahlreiche Forscher beteiligt, darunter die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO. Das internationale Team untersuchte insgesamt 30 Faktoren, die das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen.

Das größte Risiko stellt laut der Studie der Konsum von Tabak dar, der demnach für 15 Prozent aller neuen Krebserkrankungen verantwortlich ist. Darauf folgen krebsauslösende Infektionen mit zehn Prozent und der Konsum von Alkohol mit drei Prozent. Weitere Krebsrisiken bergen den Forschern zufolge Faktoren wie Übergewicht, fehlende Bewegung und UV-Strahlung. Auch die Gefahr, Asbest ausgesetzt zu sein, etwa am Arbeitsplatz, gehört ihnen zufolge dazu.

Die Studie sei "die erste globale Analyse", die zeige, wie hoch das Krebsrisiko aufgrund von vermeidbaren Ursachen sei, erklärte einer der Autoren, André Ilbaw. Bei fast der Hälfte der vermeidbaren Krebsfälle handelt es sich demnach um Lungen-, Magen- oder Gebärmutterhalskrebs. 

Um das Problem anzugehen, forderten die Forscher strengere gesetzliche Maßnahmen in Staaten zur Regulierung von Tabak und Alkohol. Zudem drängten sie zu Impfungen gegen krebsauslösende Krankheitserreger - etwa Viren wie HPV. Überdies riefen sie dazu auf, die Luftqualität zu verbessern, sichere Arbeitsplätze zu schaffen und gesunde Ernährung und Bewegung zu gewährleisten.

Weitere Meldungen

Erster Pollenalarm im Westen und Südwesten - Im Nordosten hält Kälte Blüten in Schach

Während im Nordosten Frost und Schnee die Pollen noch in Schach halten, hat vor allem im Südwesten und Westen aufgrund milderer Temperaturen die Pollensaison bereits begonnen.

Mehr
Zahl der Herzinfarkte sinkt - Bei Frauen oft spät erkannt

Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland sinkt. Der Anteil betroffener Männer ging zwischen 2014 und 2024 um 18,5 Prozent zurück, wie die Krankenkasse KKH am Mittwoch in

Mehr
Zahl der Krebstoten in Deutschland steigt - aber insgesamt bessere Überlebenschancen

Aufgrund der älter werdenden Bevölkerung steigt in Deutschland die Zahl der Krebstoten, während zugleich die Überlebenschancen wachsen. Im Jahr 2024 starben 230.400 Menschen

Mehr

Top Meldungen

Gentechnisch veränderter Mais: Anbauverbot in Italien rechtmäßig

EU-Länder dürfen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verbieten. Das im EU-Recht vorgesehene Verfahren ist weder unverhältnismäßig noch diskriminierend und

Mehr
EU hofft auf baldigen Abschluss eines Handelsabkommens mit Australien

Nach Handelsverträgen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten und Indien hofft die EU auf den baldigen Abschluss eines weiteren Abkommens mit Australien. EU-Handelskommissar

Mehr
Schwarz-Rot erzielt Einigung bei Filmförderung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat sich mit den Regierungsfraktionen von Union und SPD auf einen Investitionspakt für den Filmstandort Deutschland

Mehr