Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die elektronische Patientenakte (ePA) attraktiver machen und so deren Nutzung fördern. Bis 2030 sollen 20 Millionen Menschen die Akte nutzen, wie Warken am Mittwoch in Berlin sagte. Aktuell seien es vier Millionen. Bislang mache die Akte besonders Sinn "für Patientinnen und Patienten mit einer Krankheitsgeschichte".
Dies soll sich ändern. Warken betonte: "Wir wollen die aktive Nutzung der ePA für alle haben. Wir wollen sie für alle Versicherten attraktiv machen."
Die elektronische Patientenakte soll dabei der Ministerin zufolge zum "zentralen Dreh- und Angelpunkt" des geplanten Primärarztsystems werden. Sie soll dazu mit weiteren Anwendungen wie einer digitalen Ersteinschätzung, einer digitalen Terminvermittlung und der elektronischen Überweisung verbunden werden.
Die ePA war im April vergangenen Jahres bundesweit eingeführt worden. In der Akte kann die gesamte Kranken- und Behandlungsgeschichte von Patientinnen und Patienten elektronisch gespeichert werden. Diese können der Einrichtung ihrer elektronischen Akte aber widersprechen.Â
Die Gesundheitsministerin stellte am Mittwoch die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege vor. Digitale Innovationen sollen demnach noch stärker in den Versorgungsalltag integriert werden. Neben der Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte geht es um eine verstärkte Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) und eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten.
Warken erhofft sich davon eine Entlastung des Personals im Gesundheitswesen und eine bessere Behandlungsqualität. Einen Gesetzentwurf "für digitale Versorgung und den Gesundheitsdatenraum" will das Gesundheitsministerium noch im ersten Quartal vorstellen, also bis Ende März. Der Entwurf soll demnach "wesentliche Vorhaben" der Digitalisierungsstrategie aufgreifen.
Bis Sommer will Warken zudem einen Gesetzentwurf zum Primärarztsystem vorlegen. Mit diesem soll die ambulante Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessert werden. So soll der Hausarzt künftig die erste Anlaufstation sein, auch vor dem Facharztbesuch.Â
Politik
Warken: Bis 2030 sollen 20 Millionen Menschen elektronische Patientenakte nutzen
- AFP - 11. Februar 2026, 15:23 Uhr
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die elektronische Patientenakte (ePA) attraktiver machen und so deren Nutzung fördern. Bis 2030 sollen demnach 20 Millionen Menschen die Akte nutzen.
Weitere Meldungen
Nach einer Niederlage für seine Republikaner bei einem Referendum über den Neuzuschnitt von Wahlkreisen im US-Bundesstaat Virginia hat US-Präsident Donald Trump angeblichen
MehrUS-Finanzminister Scott Bessent hat die Verlängerung der Lockerung von US-Sanktionen für russisches Erdöl verteidigt. Auf die Frage dazu bei einer Anhörung vor einem
MehrRund anderthalb Jahre vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegen die regierende SPD von Ministerpräsident Olaf Lies und die oppositionelle CDU in einer Umfrage gleichauf. Der
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die getrübten Aussichten für die deutsche Wirtschaft bringen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zusätzlichen Spielraum bei der
MehrBrüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Sky durch die RTL Deutschland ohne Auflagen freigegeben. Nach Prüfung des
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Beim IT-Sicherheitsprogramm "Digital. Sicher. Souverän." der Bundesregierung droht eine Finanzierungslücke. Das geht aus der Antwort des
Mehr














