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Bürgermeisterin fordert Rücktritt von Organisationskomitee-Chef der Olympischen Spiele in LA

  • AFP - 17. Februar 2026, 13:51 Uhr
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Casey Wasserman
Bild: AFP

Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, fordert den Rücktritt des Chefs vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2028 in der US-Westküsten-Metropole. Komitee-Chef Casey Wasserman war im Zusammenhang mit den Epstein-Akten unter Druck geraten.

Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, fordert den Rücktritt des Chefs vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2028 in der US-Westküsten-Metropole. Bass sagte am Montag (Ortszeit) dem Nachrichtensender CNN, es sei "unglücklich", dass der im Zusammenhang mit den Epstein-Akten unter Druck geratene Casey Wasserman weiter vom Olympischen Komitee der USA unterstützt werde. "Ich finde, er sollte zurücktreten", sagte Bass.

Wassermans Name war in den Akten zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aufgetaucht, welche die US-Regierung zuletzt veröffentlicht hatte. Daraus geht hervor, dass der damals verheiratete Wasserman 2003 anzügliche E-Mails mit Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell austauschte. Diese verbüßt derzeit in den USA eine 20-jährige Haftstrafe, weil sie Epstein geholfen hatte, minderjährige Mädchen in die Prostitution zu drängen.

Wasserman werden hingegen keine Straftaten zur Last gelegt. Ende Januar hatte er erklärt, dass er seinen E-Mail-Austausch mit Maxwell "zutiefst" bedauere. Dieser sei allerdings "vor mehr als 20 Jahren, deutlich bevor diese schrecklichen Verbrechen ans Licht kamen", erfolgt. Zu Epstein selbst habe er keinerlei "persönliche oder professionelle Beziehung" unterhalten. 

Nachdem Rücktrittsforderungen gegen Wasserman laut geworden waren, erklärte das Olympische Komitee der USA vergangene Woche, dass es dem Chef-Organisator der Olympischen Spiele in LA weiter Vertrauen entgegenbringe.

Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor Epstein soll mithilfe seiner früheren Freundin Maxwell mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils Prominenten zugeführt haben. Er war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.

Nach einer erneuten Festnahme wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen wurde Epstein im August 2019 erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein. Demnach sind zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in die Affäre verwickelt. Einige mussten zurücktreten, nachdem ihre Verbindungen zu Epstein oder Details dazu bekannt geworden waren.

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