Politik

"Friedensrat" zu Gaza: Verwirrung um Trumps Angaben zu Hilfsgeldern

  • AFP - 19. Februar 2026, 18:07 Uhr
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Trump bei der ersten Sitzung des "Friedensrats"
Bild: AFP

Bei der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrats hat es widersprüchliche Angaben zu den Hilfsgeldern für den Gazastreifen gegeben. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bezifferte die Zusagen auf 'über 6,5 Milliarden Dollar'.

Bei der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrats hat es widersprüchliche Angaben zu den Hilfsgeldern für den Gazastreifen gegeben. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bezifferte die Zusagen am Donnerstag in Washington auf "über 6,5 Milliarden Dollar für Hilfe und Wiederaufbau im Gazastreifen". US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von insgesamt 17 Milliarden Dollar gesprochen.

Trump sagte in seiner Eröffnungsrede, alleine die Vereinigten Staaten würden "einen Beitrag von zehn Milliarden Dollar zum Friedensrat leisten". Weitere sieben Milliarden Dollar für das Hilfspaket kämen von Saudi-Arabien, Kuwait und sieben anderen Ländern.

Für welche Zwecke die von ihm genannten Mittel vorgesehen sind, sagte Trump in seiner knapp einstündigen Rede allerdings nicht. Am Sonntag hatte Trump von erwarteten Hilfszusagen im Umfang von fünf Milliarden Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro) für den Gazastreifen gesprochen.

An der Veranstaltung in Washington nahm auch der Chef des Weltfußballverbands Fifa, Gianni Infantino, teil. Trump sagte, die Fifa wolle "dabei helfen, insgesamt 75 Millionen US-Dollar für Projekte im Gazastreifen aufzubringen", die "im Zusammenhang mit Fußball" stünden. Die USA richten in diesem Sommer gemeinsam mit Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft aus. 

An der ersten Sitzung des "Friedensrats" nahmen Trump-Verbündete wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban teil sowie eine Reihe weitere Staats- und Regierungschefs. Deutschland war auf hoher Beamtenebene vertreten, wie aus Kreisen des Auswärtigen Amtes verlautete. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Mitgliedschaft im "Friedensrat" geltend gemacht, da das Gremium als Konkurrenz zur UNO verstanden wird.

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