Brennpunkte

Florida: Sicherheitsbeamte erschießen bewaffneten Eindringling an Trump-Residenz

  • AFP - 22. Februar 2026, 18:04 Uhr
Bild vergrößern: Florida: Sicherheitsbeamte erschießen bewaffneten Eindringling an Trump-Residenz
Trump-Anwesen Mar-a-Lago
Bild: AFP

An der Residenz von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Florida haben Sicherheitsbeamte einen bewaffneten Eindringling erschossen. Der Mann habe in der Nacht auf Sonntag unerlaubt den 'Sicherheitsbereich' von Trumps Anwesen Mar-a-Lago betreten.

An der Residenz von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Florida haben Sicherheitsbeamte einen bewaffneten Eindringling erschossen. Der Mann habe in der Nacht auf Sonntag unerlaubt den "Sicherheitsbereich" von Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach betreten, erklärte Secret-Service-Sprecher Anthony Guglielmi im Onlinedienst X. Der Mann Anfang 20 sei am Nordeingang von Mar-a-Lago gesichtet worden und habe anscheinend eine Schusswaffe und einen Benzinkanister bei sich gehabt.

Beamte des für den Schutz des Präsidenten zuständigen Secret Service und ein Polizist hätten den Mann gestellt und erschossen, erklärte Guglielmi. US-Beamte seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden.

Trump, der viele Wochenenden in Mar-a-Lago verbringt, war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht vor Ort. Er hielt sich in der Nacht auf Sonntag in der Hauptstadt Washington auf. Die Behörden nahmen Ermittlungen auf, unter anderem zum möglichen Motiv des Mannes.

Der Vorfall ereignete sich laut Secret Service gegen 01.30 Uhr nachts. Der Sheriff des Landkreises Palm Beach, Ric Bradshaw, sagte bei einer Pressekonferenz, die Beamten hätten den Eindringling aufgefordert, den Treibstoffkanister und die Waffe - eine Shotgun, also eine Flinte - fallenzulassen. Der Mann habe daraufhin den Kanister abgestellt, aber die Waffe "in Schussposition" gebracht. Zwei Agenten des Secret Service und ein Polizist hätten den Mann daraufhin erschossen.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, kritisierte nach dem Vorfall die oppositionellen Demokraten, die sie für den andauernden Teil-Shutdown in der USA verantwortlich machte. Die Haushaltsblockade für das Heimatschutzministerium, dem auch der Secret Service untersteht, sei "schändlich und leichtsinnig", schrieb Leavitt auf X. Hintergrund der Blockade sind von den Demokraten geforderte strengere Vorgaben für die US-Einwanderungsbehörde ICE, deren Abschiebe-Razzien in den USA zuletzt für massive Proteste gesorgt hatten.

Trump ist bereits mehrfach Ziel von Attentaten geworden. Am 13. Juli 2024 verletzte ein Schütze den damaligen Präsidentschaftskandidaten bei einem Wahlkampfauftritt in der Kleinstadt Butler im Bundesstaat Pennsylvania am Ohr. Der Angreifer wurde vom Secret Service erschossen.

Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

Weitere Meldungen

New Yorks Bürgermeister sperrt wegen Wintersturms kompletten Verkehr

In Erwartung eines heftigen Schneesturms hat der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani am Sonntag ein vorübergehendes Verkehrsverbot in der Metropole erlassen. Ab 21.00

Mehr
Airbus hat Satelliten-Pläne für Deutschland

Taufkirchen (dts Nachrichtenagentur) - Airbus bringt sich in Stellung für das größte deutsche Weltraumprojekt aller Zeiten, die bis zu zehn Milliarden Euro teure

Mehr
Minister: Somaliland bietet USA Zugriff auf Bodenschätze und Stützpunkte an

Die nach Unabhängigkeit von Somalia und internationaler Anerkennung strebende Region Somaliland möchte den USA nach Angaben eines Regierungsvertreters Zugriff auf seine

Mehr

Top Meldungen

SPD reagiert reserviert auf CDU-Steuerkonzept

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Parteitagsbeschluss der CDU zur Entlastung von Gutverdienern stößt beim Koalitionspartner SPD auf Vorbehalte. Die stellvertretende

Mehr
EU fordert Klarheit von US-Regierung nach Zoll-Urteil

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Zoll-Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hat die EU-Kommission von der US-Regierung Klarheit über ihre weiteren zollpolitischen

Mehr
Hubig plant neues Firmenmodell mit Vermögensbindung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will eine neue Unternehmensform mit strikter Vermögensbindung einführen. Vorgesehen ist eine

Mehr