Lifestyle

Ataman wirft Regierung Versäumnisse bei Frauenrechten vor

  • dts - 24. Februar 2026
Bild vergrößern: Ataman wirft Regierung Versäumnisse bei Frauenrechten vor
Ferda Ataman (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, wirft der Bundesregierung mit Blick auf die Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen Versäumnisse vor.

"Wir können auf jeden Fall festhalten, dass die Regierung beim Thema Frauenrechte noch nicht geliefert hat", sagte Ataman der "Rheinischen Post" (Dienstag).

Sie verwies darauf, dass die Frist zur Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Entgeltgleichheit im Juni abläuft, und fügte hinzu: "Wenn die Regierung europäische Richtlinien nicht rechtzeitig umsetzt, kann das den Steuerzahler Monat für Monat Millionen Euro kosten. Im Sinne der Steuerzahler kann sich die Regierung nicht leisten, die Arbeit zu verweigern."

Zugleich kritisierte sie: "Wir haben ein Antidiskriminierungsrecht, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das 20 Jahre alt und europaweit eines der schwächsten ist. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, wird eher der Mensch den Mars besiedeln, als dass Frauen Gleichberechtigung erreichen."

Ataman fügte hinzu: "In Deutschland finden wir es zum Beispiel immer noch normal, dass diejenigen besser bezahlt werden, die beim Einstellungsgespräch besser geblufft oder verhandelt haben." Nötig sei ein Kulturwandel, der klarstelle: "Frauen für gleiche Arbeit schlechter zu bezahlen, ist falsch." Frauen leisteten täglich 45 Prozent mehr unbezahlte Arbeit. "Diese `Care-Arbeit` ist das unsichtbare Fundament, auf dem unsere Gesellschaft und Wirtschaft steht. Wir brauchen eine Regierung, die statt Debatten über Krankheitstage zu führen, lieber erst einmal hinschaut, wie viele Mütter wegen fehlender Kinderbetreuung zu Hause bleiben müssen."

In diesem Jahr ist der sogenannte Equal Pay Day am 27. Februar, der auf die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht.

Weitere Meldungen

Wolf nach Vorfall in Hamburg ausgewildert

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Der Wolf, der Ende März in Hamburg eine Frau ins Gesicht gebissen hatte, ist am Ostersonntag ausgewildert worden. Das teilte die Hamburger

Mehr
Gestrandeter Wal in der Ostsee würde Bergungsversuch wohl nicht überleben

Einen Bergungsversuch mit schweren Geräten würde der vor der Ostseeküste liegende Wal wohl nicht überleben. "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu

Mehr
Kubicki bekommt im FDP-Vorstand viel Unterstützung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im sich anbahnenden Machtkampf um den FDP-Chefposten bekommt Wolfgang Kubicki aus dem Parteivorstand weitere Unterstützung - nachdem

Mehr

Top Meldungen

Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai

Angesichts der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die weltweiten Ölpreise haben Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec plus) zum zweiten

Mehr
Umweltminister: Industrie soll für Abwasserreinigung zahlen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Umweltminister Carsten Schneider (SPD) will, dass die Pharma- und Kosmetikindustrie dafür aufkommt, die Rückstände ihrer Produkte in

Mehr
DGB fordert Koalition zu Gesprächen über Reformpaket auf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der DGB ruft die Bundesregierung zu gemeinsamen Gesprächen über das geplante Reformpaket auf. "Wir sind immer bereit zu reden. Gerne mit Herrn

Mehr