Die Trägergesellschaft der Berlinale hat am Donnerstag über Konsequenzen aus israelfeindlichen Äußerungen bei der Filmpreis-Verleihung am Sonntag beraten. "Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen zwischen der Intendantin, Tricia Tuttle, und dem Aufsichtsratsgremium fortgesetzt", sagte ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Zu einer Ablösung der Intendantin, über die im Vorfeld spekuliert worden war, kam es nicht.
Die Gespräche unter Weimers Leitung im Kanzleramt seien "konstruktiv und offen" verlaufen, verlautete aus Teilnehmerkreisen. "Es wurde in der Aufsichtsratssitzung neben der Ausrichtung der Festspiele auch über die israelfeindlichen Äußerungen bei der Preisverleihung am Sonntag gesprochen."
Anlass für die Sondersitzung der Trägergesellschaft war der Auftritt des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib, der bei dem Filmfestival mit einem Preis ausgezeichnet worden war. Er hatte in seiner Dankesrede der Bundesregierung vorgeworfen, "Partner des Völkermords in Gaza zu sein". Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verließ die Veranstaltung deshalb aus Protest.
Der syrisch-palästinensische Regisseur Alkhatib hatte für sein Filmdebüt "Chronicles from the Siege" einen Preis erhalten. Schneider war nach Angaben seines Ministeriums als einziges Mitglied der Bundesregierung dabei, als Alkhatib seine Rede hielt.
Politik
Berlinale: Beratungen nach umstrittener Rede - Intendantin Tuttle bleibt
- AFP - 26. Februar 2026, 10:32 Uhr
Die Trägergesellschaft der Berlinale hat am Donnerstag über Konsequenzen aus israelfeindlichen Äußerungen bei der Filmpreis-Verleihung am Sonntag beraten. 'Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen fortgesetzt.'
Weitere Meldungen
Das neue Heizungsgesetz steht schon in Grundzügen - vor dem Bundesverfassungsgericht hat am Donnerstag trotzdem eine Verhandlung über das bisherige Gesetz der Ampelregierung
MehrDie niedersächsische Landesgruppe der AfD-Abgeordneten hat die Bundestagsabgeordnete Martina Uhr ausgeschlossen und zum Mandatsverzicht aufgefordert. Eine interne Überprüfung
MehrVor der Bundestags-Abstimmung über eine Änderung des Luftsicherheitsgesetzes zur Drohnenabwehr hat Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz das Vorhaben kritisiert. "Letztlich
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Verschonung großer Unternehmensvermögen von der Erbschaft- und Schenkungsteuer kommt zu einem erheblichen Teil minderjährigen Empfängern
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundestag hat das umstrittene Tariftreuegesetz auf den Weg gebracht. Es wurde am Donnerstag mit den Stimmen von Union, SPD und Grünen
MehrDie Benachteiligung von Frauen beim Verdienst ist im vergangenen Jahr in Deutschland unverändert geblieben. Der sogenannte Gender Pay Gap, der sich teils dadurch erklärt, dass
Mehr














