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Von der Leyen ruft nach Angriffen auf Iran zu "maximaler Zurückhaltung" auf

  • AFP - 28. Februar 2026, 17:54 Uhr
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EU-Kommissionschefin von der Leyen
Bild: AFP

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran zu 'maximaler Zurückhaltung' aufgerufen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas sprach von einer 'gefährlichen' Lage.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran zu "maximaler Zurückhaltung" aufgerufen. "Die Entwicklungen im Iran sind höchst besorgniserregend", erklärte von der Leyen am Samstag. "Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf." Nach Angaben des EU-Ratsvorsitzes werden Vertreter der EU-Mitgliedstaaten am Sonntag zu Krisengesprächen in Brüssel zusammenkommen.

Israel und die USA hatten am Samstagvormittag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Region.

Die EU-Kommission werde in "enger Koordination" mit den EU-Mitgliedstaaten "alle notwendigen Schritte" unternehmen, um EU-Bürger in der Region zu unterstützen, erklärte von der Leyen. Die Kommission kommt demnach am Montag zu einer Sitzung zusammen. Es sei "von größter Bedeutung, dass es nicht zu einer weiteren Eskalation durch ungerechtfertigte Angriffe des Iran auf Partner in der Region kommt", fügte von der Leyen in Onlinediensten hinzu.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die Entwicklungen als "gefährlich". "Das iranische Regime hat tausende Menschen getötet. Seine Raketen- und Atomprogramme sowie seine Unterstützung für Terrororganisationen stellen eine ernsthafte Bedrohung für die globale Sicherheit dar", erklärte sie in Onlinediensten. EU-Bürger in der Region sollten bei der Ausreise unterstützt werden, alle nicht dringend vor Ort benötigten EU-Mitarbeiter in der Region würden abgezogen. 

Die EU-Marinemission Eunavfor Aspides im Roten Meer bleibe "in höchster Alarmbereitschaft" und stehe bereit, bei der Freihaltung der Schifffahrtsrouten zu unterstützen, fügte Kallas hinzu.

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