Lifestyle

Schweizer stimmen gegen drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags

  • dts - 8. März 2026, 12:36 Uhr
Bild vergrößern: Schweizer stimmen gegen drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags
Wahllokal in der Schweiz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Bern (dts Nachrichtenagentur) - Die Schweizer haben sich in einer Volksabstimmung gegen eine drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags ausgesprochen. Laut ersten Hochrechnungen des Instituts GfS Bern votierten am Sonntag nur 38 Prozent der Teilnehmer für und 62 Prozent gegen die Vorlage zur SRG-Initiative.

Die Initianten hatten eine Beschränkung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) auf einen "unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit" angemahnt. Unter der Überschrift "200 Franken sind genug" hatten sie gefordert, die Medienabgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr zu begrenzen und alle Unternehmen von der Abgabepflicht zu befreien. Bisher liegt die Abgabe bei 335 Franken pro Jahr - perspektivisch soll der Betrag nach den bisherigen Gesetzesplänen auf 300 Franken sinken.

Befürworter hatten argumentiert, dass eine Senkung dazu führen würde, dass die Schweizer mehr Geld in der Tasche hätten und dass für Unternehmen und Gewerbebetriebe eine ungerechte Doppelbelastung wegfallen würde. Gegner warnten wiederum vor einer qualitativ deutlich schlechteren Berichterstattung aus den Regionen. Bundesrat, Parlament und Ständerat hatten die Initiative zur Ablehnung empfohlen.

Insgesamt wurde am Sonntag über vier nationale Vorlagen entschieden. Neben der SRG-Initiative ging es auch um eine Reform des Steuersystems hin zu einer Individualbesteuerung, um eine Klimafonds-Initiative sowie um die Festschreibung der Verfügbarkeit von Bargeld in der Verfassung, wobei bei letzterer Initiative auch über einen Gegenentwurf abgestimmt wurde.

Der Gegenentwurf von Bundesrat und Parlament, der den Auftrag der Nationalbank unterstreicht, ist auch die Initiative, die laut ersten Hochrechnungen mit 73 Prozent Zustimmung auf die klarste Mehrheit kam. Bei der Individualbesteuerung (56 Prozent Ja und 44 Prozent Nein) ist ein Ja-Trend abzusehen. Die anderen Initiativen wurden abgelehnt.

Weitere Meldungen

Ohne Andrew und seine Familie: Royals bemühen sich zu Ostern um geeintes Auftreten

Demonstrativ geeint, aber ohne Andrew und seine Familie: Die britischen Royals haben bei ihrem traditionellen Osterauftritt offensichtlich ein Zeichen der Stärke senden wollen.

Mehr
Dürr zieht erneute Kandidatur für FDP-Parteivorsitz zurück

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der amtierende FDP-Vorsitzende Christian Dürr zieht seine geplante erneute Kandidatur für den Parteivorsitz beim Parteitag Ende Mai zurück und

Mehr
Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf

Erstmals seit seinem Amtsantritt hat Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan geleitet und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" gesprochen. In

Mehr

Top Meldungen

Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai

Angesichts der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die weltweiten Ölpreise haben Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec plus) zum zweiten

Mehr
CDA für Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Dennis Radtke, hat sich offen für eine Streichung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel

Mehr
Ricarda Lang will Null-Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ricarda Lang, fordert von der Bundesregierung sofortige finanzielle Entlastungen

Mehr