In der Türkei beginnt am Montag ein großer Korruptionsprozess gegen den seit einem Jahr inhaftierten Istanbuler Bürgermeister und Oppositionspolitiker Ekrem Imamoglu. Bei dem Prozess im westlich von Istanbul gelegenen Silivri wirft die Staatsanwaltschaft dem wohl wichtigsten innenpolitischen Rivalen des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan vor, über ein umfassendes kriminelles Netzwerk Einfluss ausgeübt zu haben. Die Anklage fordert deswegen eine Haftstrafe von 2430 Jahren.
Kritiker sehen die Vorwürfe als politisch motivierten Versuch an, Imamoglu daran zu hindern, bei der nächsten Präsidentschaftswahl gegen Erdogan anzutreten. Der 54-Jährige war vor knapp einem Jahr festgenommen worden - am selben Tag, an dem die Oppositionspartei CHP ihn zu ihrem Präsidentschaftskandidaten kürte. Imamoglus Festnahme löste in der Türkei die größte Protestwelle seit den sogenannten Gezi-Protesten von 2013 aus, fast 2000 Menschen wurden festgenommen.
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Prozess gegen inhaftierten Erdogan-Rivalen Imamoglu beginnt in der Türkei
- AFP - 9. März 2026, 04:09 Uhr
In der Türkei beginnt am Montag ein großer Korruptionsprozess gegen den seit einem Jahr inhaftierten Istanbuler Bürgermeister und Oppositionspolitiker Ekrem Imamoglu.
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