Wirtschaft

IW-Studie: Iraner überdurchschnittlich gut in deutschen Arbeitsmarkt integriert

  • AFP - 12. März 2026, 08:37 Uhr
Bild vergrößern: IW-Studie: Iraner überdurchschnittlich gut in deutschen Arbeitsmarkt integriert
Logo der BA
Bild: AFP

In Deutschland lebende Iraner sind einer IW-Studie zufolge überdurchschnittlich gut in den Arbeitsmarkt integriert. Von den rund 162.000 iranischen Staatsangehörigen im erwerbsfähigen Alter sind 58,6 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

In Deutschland lebende Iranerinnen und Iraner sind einer Studie zufolge überdurchschnittlich gut in den Arbeitsmarkt integriert. Von den derzeit rund 162.000 in Deutschland lebenden iranischen Staatsangehörigen im erwerbsfähigen Alter seien 58,6 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt, zitierten die Funke-Zeitungen am Donnerstag aus einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Bei afghanischen, irakischen und syrischen Staatsangehörigen sind es demnach zwischen 40 und 44 Prozent.

Die iranischen Staatsangehörigen sind außerdem überdurchschnittlich gut ausgebildet, wie die Studie weiter ergab: So haben 43,3 Prozent der hierzulande Beschäftigten einen Hochschulabschluss, während das laut IW nur bei 19,5 Prozent der anderen ausländischen Beschäftigten der Fall ist. Folglich arbeiten gut 73 Prozent von ihnen als Fachkräfte, auch ihr Verdienst liegt über dem Schnitt anderer Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

Wie die Funke-Zeitungen weiter aus der Studie zitierten, sind verglichen mit anderen ausländischen Beschäftigten vor allem die Frauen gut integriert - ihr Anteil war nach zuletzt verfügbaren Daten mit 41 Prozent höher als bei den anderen eingewanderten Frauen mit 39 Prozent. Für die IW-Studie wurden Daten des Statistischen Bundesamts, der Bundesarbeitsagentur und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ausgewertet.

Weitere Meldungen

Studie: Haushalte zahlen deutlich zu viel für ihren Strom

Aachen (dts Nachrichtenagentur) - Treue Kunden werden im deutschen Strommarkt offenbar systematisch benachteiligt. Das ergab eine Studie der RWTH Aachen im Auftrag des

Mehr
Russland-Sanktionen: Betroffenen Anteilseignern darf Stimmrecht entzogen werden

Als Reaktion auf finanzielle Sanktionen gegen Anteilseigner darf eine Holding ihnen das Stimmrecht entziehen. Das Einfrieren ihrer Gelder hindert sie daran, an der

Mehr
Ifo-Institut: Iran-Krieg kostet Deutschland mindestens 0,2 Prozentpunkte Wachstum

Der Krieg im Nahen Osten und der Ölpreisanstieg kosten die deutsche Wirtschaft voraussichtlich mindestens 0,2 Prozentpunkte Wachstum. Sollte der Konflikt rasch beendet werden,

Mehr

Top Meldungen

Söder drängt auf Stromsteuersenkung für alle

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CSU-Chef Markus Söder will, dass die Stromsteuersenkung wie versprochen für alle kommt. "Ich bin auch sehr dafür, dass wir in den Debatten der

Mehr
Trump-Regierung drängt Berlin zu Ausnahme in EU-Waldschutzgesetz

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die US-Regierung erhöht den Druck auf Deutschland und die EU, eine Sonderregel für die USA in der Anti-Entwaldungsverordnung (EUDR) zuzulassen.

Mehr
Immer mehr Unternehmen und Haushalte setzen auf Photovoltaik

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Nach wie vor setzen immer mehr Unternehmen und private Haushalte in Deutschland auf die Energie der Sonne zur Stromerzeugung. Zum Jahresende

Mehr