Politik

Modschtaba Chamenei droht mit Rache für Tötung von Laridschani

  • AFP - 18. März 2026, 19:12 Uhr
Bild vergrößern: Modschtaba Chamenei droht mit Rache für Tötung von Laridschani
Frau in Teheran mit Bild von Modschtaba Chamenei
Bild: AFP

Der neue oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat mit Rache für die Tötung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani gedroht. Die 'Mörder' werden 'den Preis' für ihre Taten bezahlen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Chameneis.

Der neue oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat mit Rache für die Tötung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani gedroht. Die "Mörder" würden "den Preis" für ihre Tat bezahlen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Chameneis, die am Mittwoch von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde. Es war erst die zweite schriftliche Erklärung von Modschtaba Chamenei, seit er am 8. März zum neuen obersten Führer des Iran gewählt worden war.

Modschtaba Chamenei ist der Nachfolger seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei, der  am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. Öffentlich aufgetreten ist er seit seiner Wahl am 8. März nicht. Medienberichten zufolge wurde er bei dem Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass Modschtaba Chamenei "verletzt und wahrscheinlich entstellt" sei.

In seiner nun veröffentlichten schriftlichen Erklärung hieß es mit Blick auf Laridschani, der am Mittwoch beigesetzt werden sollte: "Zweifellos zeugt die Ermordung einer solchen Persönlichkeit von seiner Bedeutung und dem Hass der Feinde des Islam gegen ihn." Zu weiteren wichtigen Vertretern der iranischen Führung, die bei israelischen Angriffen getötet wurden, erklärte Chamenei: "Jedes Blutvergießen hat seinen Preis, und die verbrecherischen Mörder dieser Märtyrer werden ihn bald bezahlen müssen."

Die israelische Armee hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass Laridschani und der Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet worden seien. Dies wurde von Teheran bestätigt. Am Mittwoch dann meldete Israel die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmail Chatib, was die Führung in Teheran weiter schwächen dürfte. Irans Präsident Massud Peseschkian sprach von einem "feigen Mord".

Weitere Meldungen

Vor Referendum über Beitrittsverhandlungen: Island und EU besiegeln Verteidigungsabkommen

Wenige Monate vor einem geplanten Referendum über EU-Beitrittsverhandlungen in Island haben der nordische Staat und die Union ein Verteidigungsabkommen besiegelt. Die

Mehr
Ex-Minister Wissing rechnet mit FDP-Kurs ab

Der ehemalige FDP-Generalsekretär und Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat den aktuellen Kurs seiner Ex-Partei scharf kritisiert. Die aktuelle Ausrichtung der FDP sei die

Mehr
US-Geheimdienstanalyse stellt Trumps Begründung für Iran-Krieg infrage

Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard erklärte am Mittwoch, der

Mehr

Top Meldungen

BMW-Chef Zipse hadert noch immer mit Carsharing

München (dts Nachrichtenagentur) - Kurz vor seinem Ausscheiden als Konzernchef hadert BMW-Chef Oliver Zipse noch immer mit seinem Ausflug ins Carsharing. Diesen hätte man

Mehr
Klimaprozess gegen Total: Belgisches Gericht setzt Prozess bis September aus

In einem Klimaprozess gegen den Öl- und Gaskonzern Total Energies hat das zuständige Gericht in Belgien den Prozess bis September ausgesetzt. Das Verfahren werde pausiert, um

Mehr
Ex-Wirtschaftsweise Malmendier: Nahost-Krieg killt Wachstum

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach Einschätzung der bisherigen Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier droht der Nahost-Krieg die ohnehin schwachen Wachstumsprognosen der

Mehr