Die Zahl der von den Behörden erfassten Meningitisfälle in England hat sich auf 27 erhöht. Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA teilte am Donnerstag mit, 15 Laborfälle seien "bestätigt", zwölf gemeldete Fälle würden weiter untersucht. Am Vortag hatte die Behörde noch von 20 erfassten Fällen gesprochen.Â
Angesichts einer steigenden Zahl von Meningitis-Fällen und zwei Todesopfern hatte der britische Premierminister Keir Starmer Besucher einer im Fokus stehenden Diskothek am Mittwoch aufgerufen, sich für eine Behandlung mit Antibiotika zu melden. Alle Infektionsfälle sind laut Gesundheitsminister Wes Streeting auf den Club Chemistry in Canterbury zurückzuführen.Â
Bislang legten die Behörden den Schwerpunkt ihrer Maßnahmen auf die University of Kent in Canterbury mit rund 18.000 Studierenden. Einige Studierende zählen zu Krankenhauspatienten. Als Vorsichtsmaßnahme wurden hunderte Dosen Antibiotika an junge Leute ausgegeben, die mit dem Meningitis-Erreger in Kontakt gekommen sein könnten. Zudem soll es ein Impfprogramm geben, das sich laut Behörden zunächst an die auf dem Campus lebenden Studierenden richten soll.
Eine Meningitis kann durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Meningokokken sind Bakterien, die schwere und in seltenen Fällen lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) verursachen können. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, unter anderem auch durch Küssen oder das gemeinsame Benutzen von E-Zigaretten oder Getränken.
Bei einigen Infektionen in Canterbury wurde den Angaben zufolge die bakterielle Erregergruppe B nachgewiesen, bei der die Sterblichkeitsrate nach Angaben des britischen Gesundheitsdienstes NHS bei etwa zehn Prozent liegt.
Gesundheit
Meningitiswelle in England: Zahl der erfassten Fälle steigt auf 27
- AFP - 19. März 2026, 11:44 Uhr
Die Zahl der von den Behörden erfassten Meningitisfälle in England hat sich auf 27 erhöht. Am Vortag hatte die Behörde noch von 20 erfassten Fällen gesprochen. Zwei junge Menschen sind bislang gestorben.
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