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Zahl der Toten bei Absturz von Militärflugzeug in Kolumbien auf 69 gestiegen

  • AFP - 25. März 2026, 03:23 Uhr
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Das abgestürzte Militärflugzeug
Bild: AFP

Die Zahl der Toten beim Absturz eines Militärflugzeugs in Kolumbien mit 126 Menschen an Bord ist auf mindestens 69 gestiegen. Zudem wurden 57 Soldaten bei dem Absturz am Montag im Südwesten des Landes nahe der Grenze zu Peru und Ecuador verletzt.

Die Zahl der Todesopfer beim Absturz eines Militärflugzeugs in Kolumbien mit 126 Menschen und Munition an Bord ist auf mindestens 69 gestiegen. Zudem wurden 57 Soldaten bei dem Absturz am Montag im Südwesten des Landes nahe der Grenze zu Peru und Ecuador verletzt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Demnach wurden auch Anwohner, die zur Rettung von Überlebenden herbeigeeilt waren, durch explodierende Munition im Wrack verletzt.

Die Transportmaschine vom Typ Herkules C-130 war am Montag gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) kurz nach dem Start in Puerto Leguízamo abgestürzt. Die Absturzursache wird noch untersucht.

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro warf seinem Vorgänger Iván Duque vor, ein "Schrott"-Flugzeug aus den USA angenommen zu haben. Die Maschine aus dem Baujahr 1983 sei ein "extrem teures Geschenk" gewesen, erklärte Petro im Onlinedienst X. "Die Wartung kostet mehr als ein neues Flugzeug – und wie viel sind die verlorenen Menschenleben wert?", fügte er hinzu.

Duque bezeichnete seinen Nachfolger daraufhin als "niederträchtig und unintelligent". Er forderte, bei der Untersuchung der Absturzursache auch das Gewicht, das die Maschine beim Start trug, sowie den Zustand der Start- und Landebahn des kleinen Flughafens zu berücksichtigen.

Kolumbiens Verteidigungsminister Pedro Sánchez hatte am Montag erklärt, es gebe "keine Hinweise auf einen Angriff durch illegale Akteure". In der Grenzregion kämpfen die kolumbianische und die ecuadorianische Armee gegen Drogenkartelle und Milizen. In den vergangenen Wochen hatte es eine hohe Militäraktivität und Bombenangriffe in dem Gebiet gegeben.

Der Gouverneur von Putumayo, wo sich der Absturz ereignete, Jhon Gabriel Molina, sagte dem Sender Blu Radio, der Flughafen habe "mehrere Probleme" und "braucht mehr Investitionen".

Molina erklärte zudem, die Hilfe der örtlichen Bevölkerung bei den Rettungsarbeiten sei entscheidend dafür gewesen, dass die Zahl der Todesopfer nicht noch höher ausgefallen sei. Bilder von Menschenketten, die Wasser weiterreichten und Anwohnern, die Verletzte auf Motorrädern abtransportierten, hatten in Onlinediensten weite Verbreitung gefunden.

In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Mindestens 24 Menschen kamen dabei ums Leben. Das Flugzeug hatte Banknoten transportiert und war bei der Landung verunglückt.

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