Wirtschaft

Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets

  • AFP - 26. März 2026, 15:37 Uhr
Bild vergrößern: Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets
U-Bahn in Stuttgart
Bild: AFP

Die Bundesländer haben einen Mechanismus für zukünftige Preissteigerungen des Deutschlandtickets vereinbart. Die Entwicklung der Personal- und Energiekosten sowie der allgemeinen Kosten werden zu unterschiedlichen Anteilen in einem Index abgebildet.

Die Bundesländer haben einen Mechanismus für zukünftige Preissteigerungen des Deutschlandtickets vereinbart. Die Entwicklung der Personal- und Energiekosten sowie der allgemeinen Kosten werden zu unterschiedlichen Anteilen in einem Index abgebildet, wie das bayerische Verkehrsministerium im Anschluss an die Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Donnerstag mitteilte. Ab dem kommenden Jahr soll dann der Preis des Monatsticket jährlich entsprechend angehoben werden.

Das Ticket war am 1. Mai 2023 eingeführt worden und kostete zunächst 49 Euro pro Monat. Der Preis wurde zunächst auf 58 Euro, dann auf 63 Euro erhöht. Bund und Länder gleichen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen mit insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr aus, und zwar bis 2030.

Das reicht jedoch aller Voraussicht nach nicht aus. Um die Mehrkosten zu decken, soll deshalb der Ticketpreis nach einem festen Schlüssel jedes Jahr steigen. Die Details mussten noch ausgearbeitet werden, was nach Angaben der Verkehrsminister nun geschehen ist.

Der Beschluss "ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunft dieses günstigen Angebots zu sichern", erklärte Sachsen-Anhalts Ministerin Lydia Hüskens (FDP). Der Preisbildung lägen künftig die "üblichen Marktmechanismen" zugrunde. "Personal- und Energiekosten schlagen hier nun mal genauso zu Buche, wie bei anderen Produkten."

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisierte den Beschluss als "völlig falsches Signal": "Während steigende Spritpreise sofort politische Debatten über Entlastung auslösen, werden hohe Preissteigerungen im öffentlichen Verkehr einfach hingenommen", erklärte VCD-Präsidentin Christiane Rohleder. "Gerade jetzt sollte alles getan werden, um die Alternativen zum Auto attraktiver zu machen."

Weitere Meldungen

Warnung von Wohnungsbauwirtschaft und Verbänden: Zu wenig Neubau

In Deutschland werden weiterhin zu wenig neue Wohnungen gebaut. Davor warnte ein breites Bündnis von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und dem Mieterbund im Rahmen des

Mehr
"Ruinöse Importschwemme": Thyssenkrupp fährt Spezialstahlproduktion weiter zurück

Der Stahlhersteller Thyssenkrupp hat angekündigt, die Produktion von sogenanntem kornorientiertem Elektroband, das für Stromnetze benötigt wird, weiter zurückzufahren. Das

Mehr
WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren

Das globale Handelssystem ist nach Einschätzung von WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala derzeit mit den schwersten Turbulenzen seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. "Das

Mehr

Top Meldungen

Festnahme in Berlin in Zusammenhang mit Signa-Pleite

Im Zusammenhang mit der Insolvenz des Signa-Konzerns ist ein Mann in Berlin vorläufig festgenommen worden. Dem 49-Jährigen wird Untreue vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft

Mehr
CDU sieht Gründung staatlicher Wohnungsbaugesellschaf skeptisch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Idee von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) zur Gründung einer staatlichen

Mehr
Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus

Der Iran lässt nach Angaben der malaysischen Regierung Öltanker aus dem südostasiatischen Land wieder durch die für den internationalen Seehandel wichtige Straße von Hormus

Mehr