Lifestyle

Küken der extrem seltenen Kappentrappe in Indien bekommt 50 Beschützer

  • AFP - 31. März 2026, 13:05 Uhr
Bild vergrößern: Küken der extrem seltenen Kappentrappe in Indien bekommt 50 Beschützer
Kappentrappen-Statue in Indien
Bild: AFP

50 'Leibwächter' für ein Vogelküken: Zum Schutz eines frisch geschlüpften Exemplars der vom Aussterben bedrohten Kappentrappe wird in Indien derzeit viel Aufwand betrieben. Von dem Vogel leben in Indien nur noch etwa 150 Exemplare in freier Wildbahn.

50 "Leibwächter" für ein Vogelküken: Zum Schutz eines frisch geschlüpften Exemplars der vom Aussterben bedrohten Kappentrappe wird in Indien derzeit viel Aufwand betrieben. Wie der Naturschutzbeauftragte von Gujarat, Dheeraj Mittal, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte, handelt es sich um das erste Küken der seltenen Vogelart in dem nordwestlichen Bundesstaat seit einem Jahrzehnt. Dieser Bruterfolg sei eine "bedeutende Gelegenheit für unsere Schutzbemühungen".

"Aber die wahre Herausforderung beginnt erst jetzt", fügte Mittal hinzu. Rund 50 Mitarbeiter überwachten daher rund um die Uhr die Bewegungen der Mutter und ihres Kükens.

Die etwa einen Meter großen Kappentrappen, die auch als Indische Riesentrappen bekannt sind, leben in Graslandschaften und Wüstengebieten. In den vergangenen 25 Jahren ist ihr Bestand unter anderem wegen der Verkleinerung ihrer Lebensräume und der Angriffe verwilderter Hunde massiv zurückgegangen. Schätzungen zufolge leben nur noch etwa 150 Kappentrappen in freier Wildbahn. 

Da die großen Vögel auch oft durch Kollisionen mit Stromleitungen umkommen, sah sich Indiens Oberster Gerichtshof veranlasst, zu ihrem Schutz die unterirdische Verlegung bestimmter Stromleitungen anzuordnen. Mit dem Argument, dass dies den Ausbau der klimafreundlichen erneuerbaren Energien in Indien behindere, beantragte die Regierung jedoch erfolgreich, diese Entscheidung außer Kraft zu setzen.

Das Ei, aus dem unlängst das Kappentrappenküken schlüpfte, wurde nicht von dem als Mutter ausgewählten Weibchen gelegt. Vielmehr stammte es aus dem staatlichen Aufzuchtprogramm und wurde auf einer 19-stündigen Fahrt mit einem Reise-Inkubator zu dem fast 800 Kilometer entfernt lebenden Weibchen gebracht.

Die Bewohner in der Umgebung wurden aufgerufen, ihr Vieh von dem Kappentrappen-Nachwuchs fernzuhalten, wie der Naturschutzbeauftragte Mittal sagte. Außerdem werde sehr darauf geachtet, Raubtiere von Mutter und Küken fernzuhalten.

Weitere Meldungen

Stifterverband fordert strengere Regeln für China-Kooperation

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat deutlich strengere Vorschriften für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China

Mehr
Enterich Merlín: Mexikanisches WM-Maskottchen von Präsidentin Sheinbaum empfangen

Er gilt in Mexiko längst als heimlicher Star der Fußball-WM - nun sind dem Enterich Merlín, dem inoffiziellen WM-Maskottchen der Mexikaner, auch präsidiale Ehren zuteil

Mehr
Gysi verteidigt hohe Nebeneinkünfte als Abgeordneter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Gregor Gysi verteidigt seine hohen Nebeneinkünfte als Bundestagsabgeordneter. Kein anderer Abgeordneter verdient demnach so viel Geld mit

Mehr

Top Meldungen

DFB schließt externe Investoren auf Verbandsebene aus

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich auf Verbandsebene nicht für externe Investoren öffnen. "Externe Investoren wird es bei

Mehr
Datev: Umsatz im deutschen Mittelstand sinkt um 1,4 Prozent

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Umsatz im deutschen Mittelstand ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent gesunken. Das zeigt der

Mehr
Unions-Gutachten hält Heizungsgesetz für verfassungskonform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist einem von der Unionsfraktion in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten zufolge

Mehr