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Melania Trump: "Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt"

  • AFP - 9. April 2026, 23:20 Uhr
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First Lady Melania Trump
Bild: AFP

Höchst ungewöhnlicher Auftritt von Melania Trump im Weißen Haus: Die First Lady der USA bestritt am Donnerstag vor laufenden Kameras, ihren Ehemann Donald Trump über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kennengelernt zu haben.

Höchst ungewöhnlicher Auftritt von Melania Trump im Weißen Haus: Die First Lady der USA bestritt am Donnerstag vor laufenden Kameras, ihren Ehemann  Donald Trump über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kennengelernt zu haben. "Ich bin nicht Epsteins Opfer, Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt", sagte die 55-Jährige. Sie habe keine Kenntnis von Epsteins Verbrechen gehabt, fügte sie hinzu.

"Die Lügen, die mich mit dem schändlichen Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, müssen heute ein Ende haben", forderte Melania Trump in ihrer unangekündigten Stellungnahme, die sie und das Weiße Haus ohne weiteren Kommentar in Online-Netzwerken teilten. Sie habe ihren Ehemann zufällig auf einer Feier der Stadt New York im Jahr 1998 kennengelernt und nicht über Epstein, sagte das aus Slowenien stammende frühere Model.

Über sie und Epstein kursierten seit Jahren "zahlreiche gefälschte Bilder und Behauptungen" im Internet, sagte Melania Trump weiter. "Seien Sie vorsichtig, woran Sie glauben. Diese Bilder und Geschichten sind völlig falsch." Ob sich Melania Trump auf neue Veröffentlichungen bezog, war nicht ganz klar. Auf einem bereits länger bekannten Foto aus dem Jahr 2000 sind Trump und seine heutige Frau, die damals noch Melania Knauss hieß, mit Epstein und seiner Komplizin Ghislaine Maxwell zu sehen. 

Melania Trump rief den US-Kongress auf, die Epstein-Opfer öffentlich anzuhören und die Aussagen zu protokollieren. "Jede einzelne Frau sollte an einem Tag die Gelegenheit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie dies möchte", sagte die Ehefrau des US-Präsidenten. "Dann, und nur dann, werden wir die Wahrheit erfahren."

Die oppositionellen Demokraten begrüßten den Überraschungsauftritt der First Lady, mit dem der Fall Epstein erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs vor fast sechs Wochen wieder Schlagzeilen machte. Der führende Demokrat im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, Robert Garcia, forderte "unverzüglich" eine Anhörung der Opfer. 

Der Ausschuss hatte im Fall Epstein Ende Februar den früheren Präsidenten Bill Clinton und seine Frau Hillary angehört, nachdem Präsident Trump den Demokraten Clinton beschuldigt hatte, er habe viel mehr mit Epstein zu tun gehabt als er selbst. Im Juni ist Microsoft-Gründer Bill Gates vorgeladen. Gates und Bill Clinton waren in den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten aufgetaucht, eine Verwicklung in den Skandal konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden. 

Epstein hatte zahlreiche prominente Bekannte, unter ihnen den britischen Prinzen Andrew und Donald Trump. Der heutige US-Präsident überwarf sich nach eigener Darstellung mit seinem früheren Nachbarn Epstein, als dieser junge Frauen aus seinem Club Mar-a-Lago in Florida abwarb. 

Trump hatte den Epstein-Skandal als "Täuschungsmanöver" der Demokraten bezeichnet und immer wieder gefordert, den Mantel des Schweigens darüber zu hüllen. Der Kongress erzwang dann aber nahezu einstimmig die Freigabe der Akten. Wegen zahlreicher geschwärzter Stellen gibt es Vorwürfe, das Ausmaß werde vertuscht und die wahren Täter geschützt.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft musste er jedoch nur 13 Monate Haft absitzen.

Einen Monat, nachdem Epstein 2019 unter anderem wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war, wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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