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Ausschusschefin Özoğuz kritisiert Fifa-Preispolitik scharf

  • dts - 24. April 2026, 13:11 Uhr
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Fußbälle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages, Aydan Özoguz (SPD), übt scharfe Kritik an der Preispolitik der Fifa für die anstehende Fußballweltmeisterschaft.

Özoguz sagte der "Rheinischen Post" (Samstag): "Bezahlbare Tickets sind Mangelware und das führt leider dazu, dass vielen begeisterten Fußballfans aus allen Ländern die Stadiontore verschlossen bleiben."

Sie ergänzte: "Die Preispolitik der Fifa ist absurd. Sie macht ein Fußball-Fest zu einem Exklusiv-Event für zahlungskräftige Kunden. Business-Seats statt bunter Fan-Atmosphäre." Die Fifa müsse bei den Ticketpreisen "eine Vollbremsung einlegen und die Preise senken. Und auch der DFB sollte sich im Fifa-Rat dafür einsetzen, dieser Preispolitik einen Riegel vorzuschieben", sagte die SPD-Politikerin.

Für Aufsehen sorgte jetzt, dass auf der offiziellen Weiterverkaufsseite des Fußball-Weltverbands vier Eintrittskarten für das Endspiel zum Preis von knapp zwei Millionen Euro je Ticket angeboten wurden.

Auch der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), ruft den DFB auf, sich hinsichtlich der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer verstärkt für die Belange der Fans einzusetzen. Mayer sagte der "Rheinischen Post": "Fußball lebt von seinen Fans, von Begeisterung und Breite. Deshalb muss die Fifa bei der Ticketpolitik deutlich mehr Maß halten."

Mayer ergänzte: "Vom DFB erwarte ich, dass er die Faninteressen gegenüber der Fifa klar zur Sprache bringt und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für faire und bezahlbare Zugänge einsetzt." Eine Fußball-Weltmeisterschaft dürfe nicht den Eindruck erwecken, "zu einem exklusiven Ereignis für wenige sehr zahlungskräftige Zuschauer zu werden", sagte der CSU-Politiker.

Ticketpreise für mehrere Millionen Euro seien "völlig überzogen und nicht vermittelbar. Auch wenn es sich offenbar um Angebote im offiziellen Wiederverkauf und nicht um reguläre Erstverkaufspreise handelt, sendet dies ein falsches Signal", erklärte Mayer.

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