Mit Blick auf die Krise in der Metall- und Elektrobranche hat IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner an die Unternehmen appelliert, wieder mehr in Deutschland und der EU zu produzieren und Arbeitsplätze zu schaffen. "Wer in Europa und Deutschland verkauft, der muss auch hier produzieren", sagte Benner der "Bild"-Zeitung von Montag. "Das ist Wertschöpfung vor Ort. Wer soll denn sonst langfristig die Autos in Deutschland kaufen?"
Benner kritisierte den fortschreitenden Jobabbau in Deutschland. "Wir beobachten mit Sorge, dass wir viel Aderlass haben – gerade auch in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen", sagte die Gewerkschaftschefin. In Ländern wie China würden solche Hightecharbeitsplätze stattdessen ausgebaut. "Mich besorgt, dass die Unternehmen diese bei uns abbauen, dass Innovation als Kostenblock gesehen wird."Â
Benner forderte von der Bundesregierung, bessere Rahmenbedingungen für ihre Branche zu schaffen. Die Förderung beim E-Auto-Kauf mit sozialer Staffelung sei richtig, sagte Benner. Defizite gebe es aber bei der Lade-Infrastruktur, bezahlbarem Ladestrom, hohen Energiepreisen und der Förderung der Batterie-Produktion. "Wenn es ein planvolles Vorgehen gibt mit guten Rahmenbedingungen, kann es durchaus gelingen, Industrie wirklich zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu halten", erklärte sie.
Wirtschaft
IG-Metall-Chefin Benner fordert von Unternehmen mehr Produktion im Inland
- AFP - 26. April 2026, 15:19 Uhr
Mit Blick auf die Krise in der Metall- und Elektrobranche hat IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner an die Unternehmen appelliert, wieder mehr in Deutschland und der EU zu produzieren und Arbeitsplätze zu schaffen.
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