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Gericht wirft Verdächtigem versuchten Mord an US-Präsident Trump vor

  • AFP - 28. April 2026, 04:48 Uhr
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Foto einer Waffe des Angreifers
Bild: AFP

Nach den Schüssen am Rande einer Gala-Veranstaltung mit Donald Trump in Washington ist der Verdächtigen vor Gericht wegen versuchten Mordes an dem US-Präsidenten angeklagt worden.

Nach den Schüssen am Rande einer Gala-Veranstaltung mit Donald Trump in Washington ist der Verdächtigen vor Gericht wegen versuchten Mordes an dem US-Präsidenten angeklagt worden. Bei der Anhörung am Montag wurde dem Mann, der einen blauen Overall trug, außerdem wegen zweier Waffenvergehen angeklagt. Am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners in der US-Hauptstadt hatte der bewaffnete Mann am Samstagabend versucht, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden; bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Das Weiße Haus machte am Montag einen "Hasskult des linken Lagers" für den Vorfall verantwortlich.

Der Verdächtige plädierte vor einem Bundesgericht in der US-Hauptstadt weder auf nicht schuldig noch auf schuldig. Er bleibt vorerst weiter in Haft.

Der Vorfall hatte sich am Samstagabend ein Stockwerk über dem Zugang zum Veranstaltungssaal im Washingtoner Hilton-Hotel ereignet. Ein Mitarbeiter des Secret Service wurde bei einem kurzen Schusswechsel von einer Kugel an seiner Schutzweste getroffen, der Täter wurde von Sicherheitsleuten überwältigt und festgenommen.

Sicherheitsleute brachten Trump, seine Frau und Regierungsmitglieder rasch aus dem Saal, andere Gäste suchten Schutz unter Tischen und auf dem Boden. Im Saal selbst wurde niemand verletzt. Nach Behördenangaben war der Verdächtige mit einem Gewehr, einer Pistole und Messern bewaffnet. Sollte der Festgenommene wegen versuchten Mordes an Trump schuldig gesprochen werden, droht ihm lebenslange Haft.

Das Weiße Haus bezeichnete den Vorfall am Montag als den dritten Mordversuch an Trump innerhalb von zwei Jahren. "Der Hasskult des linken Lagers gegen den Präsidenten und all jene, die ihn unterstützen und für ihn arbeiten, hat bereits mehrere Menschen verletzt und getötet, an diesem Wochenende wäre das fast erneut passiert", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt.

Trump selbst fällt regelmäßig mit Äußerungen auf, in denen er etwa politisch Andersdenkende, Medien, Richter und ausländische Staatenlenker beleidigt. Bei einer Pressekonferenz kurz nach dem Vorfall in dem Washingtoner Hotel schlug der Präsident allerdings versöhnlichere Töne gegenüber den Medien an, die er in der Vergangenheit als "Feinde des Volkes" bezeichnet hatte.

Den Behörden zufolge schickte der Verdächtige kurz vor dem Vorfall eine E-Mail an Familienmitglieder, in der er seine Tat erklärte und sich dafür entschuldigte. Er nannte Trump nicht beim Namen, schrieb aber: "Ich bin nicht länger bereit, einem Pädophilen, Vergewaltiger und Verräter zu erlauben, meine Hände mit seinen Verbrechen zu beschmieren." Er erklärte zudem, US-Regierungsvertreter seien "Ziele, priorisiert vom Höchstrangigen zum Niederrangigen". Der mutmaßliche Täter unterzeichnete die E-Mail mit "Freundlicher Bundes-Attentäter".

Trump war in den vergangenen zwei Jahren zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vor dem Washington Hilton, in dem das Korrespondenten-Dinner traditionell ausgerichtet wird, hatte 1981 ein Mann den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan angeschossen und schwer verletzt. Reagan überlebte das Attentat.

Der Vorfall am Samstag ereignete sich kurz vor dem Staatsbesuch des britischen Königs Charles III. in Washington. Trump will ihn und Königin Camilla am Dienstag mit einem Staatsbankett in Washington ehren. Am selben Tag wird der Monarch eine Rede vor dem US-Kongress halten.

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