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Buckelwal schwimmt in der Nordsee - Tier hat Lastkahn Samstagmorgen verlassen

  • AFP - 2. Mai 2026, 10:14 Uhr
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Wal-Rettungsaktion vor Poel
Bild: AFP

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal schwimmt nun in der Nordsee. Wie die private Rettungsinitiative mitteilte, verließ das Tier am Samstagmorgen den Lastkahn, mit dem es bis in die Nordsee geschleppt worden war.

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete und von Medien "Timmy" genannte Buckelwal schwimmt in der Nordsee. Wie Karin Walter-Mommert von der privaten Rettungsinitiative der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mitteilte, verließ das Tier am Samstagmorgen gegen 8.45 Uhr den Lastkahn, mit dem der Wal bis in die Nordsee geschleppt worden war. Das Tier schwimme nun eigenständig und frei und zumindest zunächst auch in die richtige Richtung.

Weiter sagte die hinter der privaten Rettungsinitiative stehende Unternehmerin Walter-Mommert, der Wal sei beobachtet worden, wie er einen sogenannten Blas machte, das charakteristische Ausatmen von Walen nach einem Tauchgang. Er schwamm demnach zunächst nach Nordwesten, was der beste Weg sei, um die norwegische Westküste zu erreichen und sich entlang dieser Küste dann in Richtung Arktis zu bewegen.

Beeinträchtigungen seien nicht zu erkennen gewesen. Das Tier habe lediglich bei schwerer See in dem Lastkahn zuvor kleinere Blessuren erlitten, die aber nicht schwerwiegend seien. Der Kurs des Wals solle per GPS-Signal weiter verfolgt werden. Das Verlassen des Lastkahns erfolgte demnach offensichtlich relativ unvorbereitet. Eigentlich sei noch einmal eine Untersuchung des Tiers geplant gewesen.

Der Wal war am Dienstag von der Rettungsinitiative in einer unter Expertinnen und Experten umstrittenen Aktion in den mit Wasser gefüllten Lastkahn dirigiert worden. Dieser wurde dann von einem Schlepper mitsamt dem Tier durch dänische Gewässer bis in die Nordsee bugsiert. Auf Livebildern des Streamingdienstes News5 war der leere Kahn zu sehen.

Der im Atlantik heimische Säuger irrte seit Anfang März vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach, zudem verfing er sich in Netzen. Rund vier Wochen lang lag er in einem Seitenarm der Wismarer Bucht bei der Insel Poel auf Grund.

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