Wirtschaft

Teurer Sprit wegen Iran-Kriegs: US-Billig-Airline Spirit stellt Flugbetrieb ein

  • AFP - 3. Mai 2026, 11:05 Uhr
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Die US-Airline Spirit fliegt nicht mehr
Bild: AFP

Angesichts der durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Treibstoffpreise stellt die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines ihren Betrieb ein. Wie der Mutterkonzern Spirit Aviation Holdings mitteilte, wurden alle Spirit-Airlines-Flüge gestrichen.

Angesichts der durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Treibstoffpreise stellt die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines ihren Betrieb ein. Wie der Mutterkonzern Spirit Aviation Holdings am Samstag mitteilte, wurden alle Spirit-Airlines-Flüge gestrichen. Die Airline habe mit sofortiger Wirkung "eine geordnete Abwicklung ihrer Aktivitäten begonnen". Auf der Website der Fluggesellschaft hieß es, der Kundendienst sei nicht mehr verfügbar, die Rückzahlung bereits bezahlter Tickets sei eingeleitet worden.

Seit dem Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar haben sich die Kerosin-Preise mehr als verdoppelt. Größere US-Fluggesellschaften haben daher bereits ihre Gewinnprognosen gesenkt, ihre Wachstumsvorhaben eingeschränkt oder beides. 

Spirit Airlines hatte zuletzt nach Wegen aus seiner zweiten Insolvenz binnen eines Jahres gesucht. Laut Unternehmenschef Dave Davis hatte die Fluggesellschaft eine "Vereinbarung mit unseren Anteilseignern auf einen Restrukturierungsplan" erzielt, der einen Weiterbetrieb ermöglicht hätte. Der "plötzliche und anhaltende Anstieg der Treibstoffpreise in den vergangenen Wochen" habe Spirit Airlines dann aber keine andere Möglichkeit gelassen, als den Betrieb einzustellen. 

Für einen Weiterbetrieb wären laut Davis "hunderte Millionen Dollar zusätzlich" nötig gewesen, die die Firma einfach nicht habe. Spirit Airlines hatte 1992 seinen Betrieb aufgenommen und 2024 noch mehr als 11.000 Menschen beschäftigt.

Im April hatte die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa überraschend das sofortige Aus ihrer Tochter Cityline bekanntgegeben. Bis Oktober entfallen demnach insgesamt 20.000 Flüge, was mehr als 40.000 Tonnen Kerosin einspare.

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