Gesundheit

Oberstes US-Gericht erlaubt Postversand von Abtreibungspille vorerst wieder

  • AFP - 4. Mai 2026, 18:17 Uhr
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Mifepriston-Medikament
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Punktsieg für Abtreibungs-Befürworter in den USA: Das Oberste Gericht in Washington hat am Montag die Postauslieferung von Medikamenten mit dem für Schwangerschaftsabbrüche verwendeten Wirkstoff Mifepriston vorerst wieder erlaubt.

Punktsieg für Abtreibungs-Befürworterinnen und -Befürworter in den USA: Das Oberste Gericht in Washington hat am Montag den Postversand von Abtreibungspillen mit dem Wirkstoff Mifepriston vorerst wieder erlaubt. Der mehrheitlich konservativ besetzte Supreme Court gab damit einem Einspruch des Herstellers Danco Laboratories statt. 

Bis mindestens zum 11. Mai können Mifepriston-Medikamente damit per Post wieder vertrieben werden. Ein US-Berufungsgericht hatte den Vertrieb am Freitag einstweilig gestoppt und angeordnet, abtreibungswillige Frauen müssten persönlich eine Klinik aufsuchen. 

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte 2023 die Vorschrift aufgehoben, dass Mifepriston persönlich ausgehändigt werden muss. Dagegen klagte der republikanisch regierte Bundesstaat Louisiana, der eine der strengsten Abtreibungsgesetzgebungen der USA hat.

Mifepriston wird in den USA bei den meisten Schwangerschaftsabbrüchen eingesetzt. Abtreibungsgegner wollen den Zugang bereits seit langem erschweren. In Deutschland wird das Präparat unter dem Namen Mifegyne verbreitet.

Der Supreme Court hatte im Jahr 2022 das seit rund fünf Jahrzehnten geltende landesweite Recht auf den Schwangerschaftsabbruch annulliert. Seitdem liegt die Zuständigkeit für das Abtreibungsrecht bei den einzelnen Bundesstaaten. Louisiana und rund 20 andere konservativ geprägte Bundesstaaten haben seither das Recht auf Abtreibung abgeschafft oder drastisch eingeschränkt.

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