Politik

US-Außenminister Rubio spielt vor Besuch beim Papst Konflikt über Iran herunter

  • AFP - 5. Mai 2026, 22:25 Uhr
Bild vergrößern: US-Außenminister Rubio spielt vor Besuch beim Papst Konflikt über Iran herunter
Papst Leo XIV. (l.) und Donald Trump
Bild: AFP

US-Außenminister Marco Rubio hat vor seiner Rom-Reise den Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. heruntergespielt. Es seien 'einige Dinge passiert', seine Reise sei aber bereits zuvor geplant gewesen, sagte Rubio.

US-Außenminister Marco Rubio hat vor seiner Rom-Reise den Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. heruntergespielt. Es seien "einige Dinge passiert", seine Reise sei aber bereits zuvor geplant gewesen, sagte Rubio am Dienstag in Washington. Trump hatte wütend auf Friedens-Aufrufe des Papstes im Iran-Krieg reagiert und den Pontifex scharf kritisiert.

Rubio sagte weiter, es gebe eine Menge Themen, die er am Donnerstag bei seinem Treffen mit dem Papst besprechen wolle. "Wir haben gemeinsame Anliegen in Bezug auf Religionsfreiheit – Religionsfreiheit in verschiedenen Teilen der Welt", sagte Rubio unter Verweis auf Leos jüngste Reise nach Afrika.

Nach Angaben des US-Außenministeriums will Rubio mit dem katholischen Kirchenoberhaupt "die Lage in der Golfregion und gemeinsame Interessen in der westlichen Hemisphäre besprechen". 

Während seiner Rom-Reise von Mittwoch bis Freitag will Rubio demnach zudem mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zusammenkommen. In italienischen Medien wird der Besuch des US-Außenministers als "Tauwetter"-Diplomatie dargestellt.

Der in den USA geborene Papst hatte in seiner ersten Osterbotschaft und in weiteren Stellungnahmen die Gewalt im Iran-Krieg verurteilt. Er erklärte, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die "heute Bomben abwerfen". Vor Gläubigen im Petersdom sagte der Papst: "Genug des Krieges!"

Trump warf dem Pontifex daraufhin vor, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will". Der Papst wiederum sagte, er habe "keine Angst" vor der Trump-Regierung und sehe es als seine "moralische Pflicht", sich gegen den Krieg auszusprechen. 

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni verurteilte Trumps Kritik am Papst als "inakzeptabel". Der US-Präsident äußerte sich daraufhin kritisch über seine bisherige Verbündete und drohte Italien mit dem Teilabzug von US-Soldaten.

Weitere Meldungen

"Eine Minute am Tag": Trump enthüllt seine Fitnessroutine

US-Präsident Donald Trump hat einen Einblick in seine Fitnessroutine gegeben. "Ich trainiere so viel, ungefähr eine Minute am Tag, maximal, wenn ich Glück habe", sagte der fast

Mehr
Wadephul sieht Deutschland und Israel in neuer Phase der Sicherheitspartnerschaft

Vor dem Hintergrund der aktuellen Konflikte mit Russland und dem Iran sieht Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Deutschland und Israel in einer neuen Phase der

Mehr
Wadephul und Merz fordern Iran zu Verzicht auf Raketen- und Atomprogramm auf

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Iran aufgefordert, seine "Politik der Brandstiftung" zu beenden. "Iran muss sein ballistisches Raketenprogramm aufgeben. Und

Mehr

Top Meldungen

Deutschland und Portugal wollen wirtschaftliche Beziehungen ausbauen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Portugal vertiefen. "Wir werden heute vor allem über eine

Mehr
Baden-Württemberg: Grüne und CDU wollen Verbrenner-Aus aufweichen

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Die neue schwarz-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg plädiert für umfassende Änderungen an der EU-Vorgabe, ab 2035 keine

Mehr
Wirtschaftsweiser wirft CDU falsche Problemdiagnose vor

Duisburg (dts Nachrichtenagentur) - Anlässlich des ersten Regierungsjahres der schwarz-roten Bundesregierung hat der Wirtschaftsweise Achim Truger der CDU enorme Fehldiagnosen

Mehr