Wirtschaft

Verband der Automobilindustrie rechnet mit noch mehr Stellenabbau bis 2035

  • AFP - 13. Mai 2026, 01:11 Uhr
Bild vergrößern: Verband der Automobilindustrie rechnet mit noch mehr Stellenabbau bis 2035
Zum Export vorgesehene Autos in Emden
Bild: AFP

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit einem noch größeren Stellenabbau in der deutschen Autoindustrie als bisher angenommen. Zu erwarten sei ein Beschäftigungsverlust von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit einem noch größeren Stellenabbau in der deutschen Autoindustrie als bisher angenommen. "Wir müssen leider nach aktuellen Berechnungen von einem Beschäftigungsverlust von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035 ausgehen", sagte Verbandschefin Hildegard Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben). Das seien "etwa 35.000 Arbeitsplätze mehr als bisher angenommen". 

Betroffen seien vor allem die Zulieferbetriebe, "weil auf dem Weg vom Verbrennermotor zur Elektromobilität gerade in der Zulieferindustrie viele Arbeitsplätze verloren gehen werden", sagte die VDA-Vorsitzende dem RND weiter. Als Ursache für die Entwicklung nannte Müller "eine gravierende und anhaltende Standortkrise" in Deutschland und Europa. "Und die Bedingungen verschlechtern sich zusehends", fügte sie hinzu. "Hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten, überbordende Bürokratie – die Liste der Herausforderung ließe sich fortführen.".

Für den Erhalt von deutlich mehr Arbeitsplätzen in der deutschen Autoindustrie hält die VDA-Chefin ein Umsteuern der EU für notwendig. Müller sprach sich für "Flexibilisierungen und Technologieoffenheit auf dem Weg zur Klimaneutralität" aus. So würden "etwa 50.000 Arbeitsplätze am Standort Deutschland erhalten".

Weitere Meldungen

Marburger Bund strikt gegen Reform des Arbeitszeitgesetzes

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund lehnt die von der Bundesregierung geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes klar ab. Eine Umstellung von einer täglichen auf eine

Mehr
Hoffnung wegen US-Iran-Abkommens: Ölpreis sinkt - Börsen im Aufwind

Das von den USA und dem Iran angekündigte Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs sorgt für Erleichterung an den Märkten. Der Ölpreis ging am Montagmorgen spürbar zurück,

Mehr
Verband erwartet keine schnelle Normalisierung der Spritpreise

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, Christian Küchen, glaubt trotz des Iran-Deals nicht an eine schnelle

Mehr

Top Meldungen

Großhandelspreise im Mai gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im Mai 2026 um 5,9 Prozent höher gewesen als im Mai 2025. Das teilte das Statistische

Mehr
Stimmung im Wohnungsbau trübt sich weiter ein

München (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich zuletzt weiter eingetrübt. Das Geschäftsklima sank im Mai leicht von -28,2 auf -29,3 Punkte,

Mehr
SPD erwartet Einigung mit Union bei Arbeitszeitgesetz

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese erwartet eine Einigung mit der Union über die Reform des Arbeitszeitgesetzes. "Nach der klaren

Mehr