Wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs beim Bau von Solaranlagen hat die Staatsanwaltschaft in Dresden Anklage gegen die Führungsspitze eines örtlichen Unternehmens erhoben. Die Geschäftsführerin und der Prokurist sollen dafür verantwortlich sein, dass gegenüber Kunden vertraglich zugesicherte Leistungen trotz erheblicher Anzahlungen nicht oder nicht vollständig erbracht wurden, wie die Anklagebehörde am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Dadurch entstand ein Schaden von mehr als zwölf Millionen Euro.
Laut Staatsanwaltschaft hatte die Firma der Angeklagten bundesweit den Bau schlüsselfertiger Solaranlagen samt Dachsanierung, Trassenbau und Anmeldung bei Netzbetreibern angeboten. Die 61-Jährige und der 64-Jährige hätten allerdings "unter Vortäuschung ihrer Leistungsfähigkeit und Leistungswilligkeit" gehandelt und "entsprechend ihrer vorgefassten Absicht" die vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Es fehlte bei den Projekten demnach an dem zugesicherten Anschluss ans Stromnetz.
Über die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen des Vorwurfs des besonders schweren Betrugs muss nun das Landgericht Dresden entscheiden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 64-jährige Prokurist einschlägig vorbestraft und sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Die 61-jährige Geschäftsführerin befindet sich dagegen inzwischen wieder auf freiem Fuß. Beide Angeklagte bestritten die Tatvorwürfen demnach bislang.
Brennpunkte
Millionenbetrug mit Solaranlagen: Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage
- AFP - 15. Mai 2026, 12:15 Uhr
Wegen mutmaßlichen Betrugs beim Bau von Solaranlagen hat die Staatsanwaltschaft in Dresden Anklage gegen die Führungsspitze einer örtlichen Firma erhoben. Es geht um zwölf Millionen Euro.
Weitere Meldungen
In der westfranzösischen Stadt Nantes ist ein 15-Jähriger im Drogenmilieu erschossen worden. Bei dem Vorfall am Donnerstagabend seien auf drei Jugendliche Schüsse abgegeben
MehrZwei Jahre nach den Beschlüssen zur bundesweiten Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) erhebliche Diskriminierungen für Asylbewerber
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am Sonntag fordert die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie
MehrTop Meldungen
Die energieintensiven Industriezweige in Deutschland - Hersteller etwa von Zement, Glas oder Papier - haben wegen höherer Kosten in den vergangenen vier Jahren die Produktion
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich im April massiv verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima fiel von -19,3 auf -28,4 Punkte, wie das
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Höhere Energiepreise treffen die energieintensive Industrie stärker als andere Wirtschaftsbereiche. Das wirkt sich auch auf die Produktion
Mehr













