Trotz antisemitischer Äußerungen darf der umstrittene US-Rapper Kanye West im Juni auf zwei Konzerten im niederländischen Arnheim auftreten. Der Minister für Asyl und Migration, Bart van den Brink, erklärte am Freitag, für ein Einreiseverbot müssten "klare Gründe" vorliegen. Solche Gründe seien "in den vorgenommenen Analysen" aber nicht gefunden worden.Â
In Arnheim sind zwei Konzerte des 48-Jährigen am 6. und am 8. Juni geplant. Der Bürgermeister der Stadt, Ahmed Marcouch, hatte die Veranstaltungen genehmigt - trotz "verwerflicher Äußerungen in der Vergangenheit". Eine Mehrheit der Abgeordneten im niederländischen Repräsentantenhaus forderte dagegen unlängst, West die Einreise zu verwehren.Â
Der Rapper, der inzwischen unter dem Künstlernamen Ye auftritt, war in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen. Zum 80. Jahrestag des Weltkriegs-Endes im vergangenen Jahr veröffentlichte er einen Song mit dem Titel "Heil Hitler", zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Im Januar erklärte West im "Wall Street Journal", jüdische Menschen zu "lieben". Sein Verhalten rechtfertigte er mit seiner bipolaren Störung.Â
Seine in London und Polen geplanten Konzerte wurden dennoch abgesagt, weil die britische Regierung dem US-Rapper die Einreise verbot und der polnische Stadionbetreiber die Veranstaltung absagte. Auch ein Konzert-Projekt in Basel in der Schweiz kommt nicht zustande. Nach Widerstand der städtischen Behörden und der französischen Regierung verschob West außerdem ein für den 11. Juni geplantes Konzert in Marseille auf unbestimmte Zeit.Â
Dagegen können die Konzerte am 11. Juli in der albanischen Hauptstadt Tirana und am 25. Juli in der tschechischen Hauptstadt Prag wie geplant stattfinden. Am Wochenende soll West in Istanbul auftreten.
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Trotz antisemitischer Äußerungen: Kanye West darf in den Niederlanden auftreten
- AFP - 29. Mai 2026, 16:04 Uhr
Trotz antisemitischer Äußerungen darf der US-Rapper Kanye West im Juni auf zwei Konzerten im niederländischen Arnheim auftreten. Die für ein Einreiseverbot nötigen 'klaren Gründe' lägen nicht vor, sagte Migrationsminister Bart van den Brink.
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