Gesundheit

WHO-Chef Tedros im Zentrum des Ebola-Ausbruchs im Kongo eingetroffen

  • AFP - 30. Mai 2026, 14:39 Uhr
Bild vergrößern: WHO-Chef Tedros im Zentrum des Ebola-Ausbruchs im Kongo eingetroffen
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Ituri
Bild: AFP

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist in das Ebola-Epizentrum Ituri im Ostkongo gereist. In der DR Kongo wurden bislang 1077 Verdachtsfälle und 246 Todesfälle registriert.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, ist ins Zentrum des schweren Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo gereist. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, landete Tedros am Samstag in Bunia, der Hauptstadt der besonders betroffenen Provinz Ituri.

"Wir sind hier, um uns mit der Gemeinschaft auszutauschen, um zu verstehen, wie auf die Lage reagiert wird, und mögliche Schwierigkeiten zu erkennen, damit wir Unterstützung leisten können", sagte Tedros vor Journalisten. 

Der neue Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in Ituri ausgerufen worden. Inzwischen wurde das Virus in insgesamt drei kongolesischen Provinzen sowie im Nachbarland Uganda nachgewiesen. In der Demokratischen Republik Kongo wurden seit Beginn des Ausbruchs nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC bislang mindestens 1077 Ebola-Verdachtsfälle registriert, darunter 246 Todesfälle. In Uganda wurden nach jüngsten Angaben neun bestätigte Infektionen registriert, ein Mensch starb.

Die WHO befürchtet, dass das tatsächliche Ausmaß der Epidemie deutlich größer sein dürfte. Die Demokratische Republik Kongo hat nur begrenzte Kapazitäten für Labortests zur Bestätigung von Infektionen.

In Ituri wurde nach WHO-Angaben ein Großteil der bestätigten Fälle im Kongo festgestellt. Die Reaktion auf den Ausbruch wird dort durch die schwache Präsenz staatlicher Stellen in ländlichen Gebieten und die Gewalt bewaffneter Gruppen erschwert. Zudem leben Millionen von Vertriebenen in Lagern, wo Enge und schlechte Hygienebedingungen eine Ausbreitung des Virus begünstigen könnten.

Ebola verursacht Fieber mit Blutungen und wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch wird durch die Virusvariante Bundibugyo verursacht, gegen die es bislang weder eine spezifische Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gibt.

Weitere Meldungen

Behandlungsfehler: Techniker Krankenkasse verzeichnet Rekord an Verdachtsfällen

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im vergangenen Jahr so viele Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler registriert wie noch nie. 7540 Versicherte hätten sich 2025 bei der Kasse

Mehr
Sorge um seltene Asiatische Löwen nach acht Todesfällen in Indien

Der Tod von acht seltenen Asiatischen Löwen hat in Indien Sorge bei den zuständigen Behörden ausgelöst. Die Jungtiere seien in der vergangenen Woche im westlichen Bundesstaat

Mehr
Nach Sturz: Frühere dänische Königin Margrethe hat Klinik wieder verlassen

Am Montag war die frühere dänische Königin Margrethe wegen eines Sturzes ins Krankenhaus eingeliefert worden - nun hat die 86-Jährige die Klinik wieder verlassen. Margrethe

Mehr

Top Meldungen

DTEK-Chef warnt Europa vor russischen Energieattacken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef des ukrainischen Energiekonzerns DTEK, Maxim Timchenko, warnt Europa vor Angriffen auf kritische Infrastruktur. Moderne Kriege

Mehr
Weber pocht auf Ausbau der Atomenergie

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - EVP-Chef Manfred Weber (CSU) dringt auf eine stärkere Nutzung von Atomkraft. "Ohne Atomstrom kann die Energiewende nicht gelingen. Wir brauchen

Mehr
CDU will Kinder mehr an Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts steigender Kosten in der Pflege fordert Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU), erwachsene Kinder künftig mehr an den Kosten

Mehr