Wirtschaft

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

  • AFP - 12. Juni 2026, 17:34 Uhr
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Elon Musk feiert den Börsengang von SpaceX
Bild: AFP

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, 'zum Mars und letztlich darüber hinaus', sagte Musk am Freitag in der Starbase in Texas.

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX mögliche Missionen zum Mars und sogar jenseits des Sonnensystems in Aussicht gestellt. SpaceX wolle ganz normale Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

Das Aktiendebüt sollte das mit Abstand größte der Welt werden. SpaceX will an der Technologiebörse Nasdaq mindestens 75 Milliarden Dollar (rund 65 Milliarden Euro) einsammeln. Durch eine Option für Emissionsbanken zum Erwerb von bis zu 83 Millionen zusätzlichen Wertpapieren könnte sich der Erlös sogar auf bis zu 86 Milliarden Dollar erhöhen. Der bisher größte Börsengang war der des saudiarabischen Ölriesen Saudi Aramco Ende 2019. Er brachte dem Konzern 25,6 Milliarden Dollar ein. 

Vor dem Nasdaq-Sitz am New Yorker Times Square versammelten sich rund hundert Menschen vor Großbildschirmen, auf denen Werbung für SpaceX lief, wie ein AFP-Reporter berichtete. Einige von ihnen waren als Astronauten verkleidet. "Ich werde mir eine Aktie kaufen, sobald sie notiert ist - einfach um zu sehen, wie es läuft", sagte der 35-jährige Vermögensberater Adam Ennis. "Die Leute wollen an dem teilhaben, was Elon Musk aufbaut."

SpaceX will bei dem Börsengang mehr als 555 Millionen Aktien zum Einheitspreis von 135 Dollar ausgeben. Wegen der riesigen Nachfrage haben Emissionsbanken nach Angaben der Börsenaufsicht SEC eine Option, bis zu 83 Millionen zusätzliche Wertpapiere zu erwerben. Damit könnte SpaceX astronomische 86 Milliarden Dollar einsammeln. Die Konzernbewertung soll mehr als 1,7 Billionen Dollar erreichen.

Fast ein Vierteljahrhundert nach Gründung von SpaceX im März 2002 dürfte Musk damit der weltweit erste Billionär werden. Auf der Reichsten-Liste des Magazins "Forbes" wurde das Vermögen des 54-Jährigen zuletzt mit mehr als 980 Milliarden Dollar bewertet, damit ist er mit großem Abstand der reichste Mann der Welt. 

Zu SpaceX gehören das KI-Startup xAI und der Onlinedienst X. Musk ist zudem Chef des Elektroautobauers Tesla, außerdem gehören ihm weniger bekannte Firmen für Neurotechnologie und Tunnelbau.

Kritiker halten so viel Vermögen und Einfluss in der Hand eines einzigen Mannes für demokratiegefährdend. Bei SpaceX ist Musk Vorstandschef, Technikchef und Verwaltungsratsvorsitzender in einer Person. Seinen Einfluss will er mit dem Börsengang noch ausbauen. Dem Börsenprospekt zufolge will Musk künftig rund 85 Prozent der Stimmrechte bei SpaceX kontrollieren und 42 Prozent des Aktienkapitals halten - deutlich mehr als in anderen börsennotierten Unternehmen üblich.

Neben der Machtkonzentration bei Musk sehen Ökonomen aber auch finanzielle Risiken. "Viele Investoren scheinen bereit zu sein, einen Aufschlag zu zahlen, nur für das Privileg, Zugang zu SpaceX zu bekommen", sagt Ludovic Phalippou von der Universität Oxford. Der Hype wirft für ihn Fragen auf, ob SpaceX wirklich mehr als 1,7 Billionen Dollar wert ist.

"Ein großartiges Unternehmen bedeutet nicht zwangsläufig eine großartige Investition", sagt auch Jay Ritter, Experte für Börsengänge an der Universität Florida. Wenn die Bewertung zu hoch sei, drohe eine Bruchlandung.

Warnungen gibt es auch von den oppositionellen US-Demokraten. Die Senatorin Elizabeth Warren aus den Banken- und Finanzausschüssen drängte die US-Börsenaufsicht SEC, "sicherzustellen, dass Elon Musk die Anleger nicht über den Tisch zieht". Sie hatte an die SEC appelliert, den Börsengang im Zweifel aufzuschieben.  

SpaceX hat mit seinen Trägerraketen lukrative Verträge mit der US-Raumfahrtagentur Nasa abgeschlossen. Zu dem Unternehmen gehört unter anderem auch das Satellitennetzwerk Starlink. Wegen der Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz schrieb Musks Konzern zuletzt allerdings rote Zahlen.

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