Wegen des massenhaften Verkaufs gefälschter Impfpässe in der Coronapandemie hat das Landgericht Kassel zwei Männer zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Montag sprach es sie unter anderem wegen Beihilfe zu Urkundenfälschung in je 19 Fällen schuldig und verhängte Gefängnisstrafen von dreieinhalb Jahren sowie drei Jahren und acht Monaten. Außerdem ordnete es bei beiden die Einziehung von Taterträgen in einer Gesamthöhe von rund 285.000 Euro an.
Laut Anklage sollten die beiden Beschuldigten im Coronakrisenjahr 2021  mutmaßlich mindestens 7000 Fälschungen verkauft haben. Sie nutzten dabei die Stempelnachbildungen unter anderem von Impfzentren, um angebliche Schutzimpfungen in Pässen zu dokumentieren. Die vorausgefüllten Pässe sollen sie dann für jeweils 50 bis 60 Euro angeboten haben. Zum Prozessauftakt im Mai waren die Angeklagten 45 und 51 Jahre alt.
Das Urteil fiel bereits am Freitag. Laut Gericht gelten wegen einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung jeweils zwei Monate als bereits vollstreckt. In die Urteile flossen unter anderem auch Strafen wegen Steuerhinterziehung und eines Verstoßes gegen das Waffenrecht ein.
Brennpunkte
Mehr als drei Jahre Haft für massenhaften Verkauf gefälschter Impfpässe in Kassel
- AFP - 22. Juni 2026, 15:47 Uhr
Wegen des massenhaften Verkaufs gefälschter Impfpässe in der Coronapandemie hat das Langericht Kassel zwei Männer zu jeweils mehr als drei Jahren Haft verurteilt. Außerdem ordnete es die Einziehung von Taterträgen in Höhe von rund 285.000 Euro an.
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