Die Preise für Baumaterialien sind infolge der hohen Ölpreise wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen. Bitumen auf Erdölbasis etwa, das unter anderem im Straßenbau und zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten verwendet wird, kostete im Mai 31,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch Glas-, Holz- und Metallprodukte verteuerten sich demnach deutlich.
Dachlatten waren 11,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Bauschnittholz 11,4 Prozent und Konstruktionsvollholz 7,5 Prozent. Bei Flachglas, das für Fenster, Glastüren oder -wände verwendet wird, betrug der Preisanstieg 15,4 Prozent. Kaltgewalzte Bleche waren zuletzt 9,9 Prozent teurer, andere Metallprodukte wie Betonstahl oder Rohre aus Eisen oder Stahl verteuerten sich weniger stark.
Auch bei vielen Kunststoffmaterialien, etwa für Fenster- und Türverkleidungen oder Badewannen und Duschen, und mineralischen Baustoffen wie Kalk und Bausand stiegen die Preise stärker als die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt. Unterdurchschnittlich verteuerten sich hingegen Dachziegel aus keramischen Stoffen und Zement.
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 waren die Baukosten ebenfalls massiv angestiegen. Dies war ein wichtiger Faktor dafür, dass der Wohnungsbau sich massiv verlangsamte.
Wirtschaft
Starker Anstieg der Preise für Baumaterialien wegen Iran-Kriegs
- AFP - 24. Juni 2026, 08:51 Uhr
Die Preise für Baumaterialien sind infolge der hohen Ölpreise wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen. Bitumen auf Erdölbasis etwa kostete im Mai 31,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.
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