Brennpunkte

Hitzewelle in Frankreich bringt weitere Rekorde

  • AFP - 25. Juni 2026, 13:28 Uhr
Bild vergrößern: Hitzewelle in Frankreich  bringt weitere Rekorde
Wetter-Berichterstattung französischer Fernsehsender
Bild: AFP

Die massive Hitzewelle in Frankreich erreicht immer neue historische Höchstwerte: Die Nacht zu Donnerstag war mit einer durchschnittlichen Mindesttemperatur von 22 Grad zum zweiten Mal in kurzer Folge die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die massive Hitzewelle in Frankreich stellt immer neue Rekorde auf: Mit einer durchschnittlichen Mindesttemperatur von 22 Grad hat das Land in der Nacht zum Donnerstag zum zweiten Mal in kurzer Folge die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Der vorherige Höchstwert war mit 21,6 Grad erst in der Nacht zum Dienstag erreicht worden. Dienstag und Mittwoch waren zudem die heißesten Tage seit Aufzeichnungsbeginn.

Am Mittwochnachmittag starb ein Dreijähriger nahe Paris im Auto seiner Eltern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Kind in einem unbeobachteten Moment selbstständig in das Auto geklettert. Da die Kindersicherung aktiviert war, konnte es anschließend nicht wieder hinaus. In der Sonne heizen sich Autos rasend schnell auf, sodass der Tod durch Hitzschlag droht.

Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu rief die höchste Bereitschaftsstufe für das Gesundheitssystem des Landes aus. Ziel sei es, "dem Gesundheitssystem zu ermöglichen, auf Dauer durchzuhalten und die Verwundbarsten zu schützen", erklärte er. Unter anderem soll das Krankenhauspersonal aufgestockt werden, nicht notwendige Operationen können verschoben werden.

Derzeit gilt in 72 von 101 französischen Départements die höchste Warnstufe - damit sind so viele Départements betroffen wie nie zuvor. In Paris war das Thermometer am Mittwoch auf 40,3 Grad geklettert. Es war erst das vierte Mal in 150 Jahren, dass in der Hauptstadt die 40-Grad-Marke überschritten wurde. Die landesweit höchste Temperatur wurde mit 43,8 Grad im Westen des Landes gemessen. 

Die Gewerkschaft CGT appellierte an die Regierung, staatlich finanzierte Kurzarbeit bei Hitzewellen einzuführen. Die Regierung solle zudem Arbeit auf Baustellen am Nachmittag verbieten, sobald die höchste Hitze-Warnstufe gelte. Das Bildungsministerium meldete 3500 geschlossene Schulen, in 10.000 weiteren Schulen wurden die Stundenpläne an die hohen Temperaturen angepasst.

Weitere Meldungen

Rubio warnt vor Gebühren für Straße von Hormus als Präzedenfall weltweit

US-Außenminister Marco Rubio hat vor "Chaos" gewarnt, sollte der Iran wie angedroht Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus erheben. Würde eine Gebühr für eine

Mehr
Grünen-Fraktionschefinnen fordern neuen Anlauf für AfD-Verbotsverfahren

Nach der Vorlage eines neuen Gutachtens zu den Erfolgsaussichten eines AfD-Verbotsverfahrens haben die Grünen einen neuen Anlauf unternommen, dieses durch den Bundestag

Mehr
Frankreich bringt zum fünften Mal Öltanker der russischen Schattenflotte auf

Die französische Marine hat im Mittelmeer zum fünften Mal einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt. "Wir lassen es nicht zu, dass die Schattenflotte die Sanktionen

Mehr

Top Meldungen

Hubertz will Wohngeldausgaben nur um 738 Millionen Euro senken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bauministerin Verena Hubertz (SPD) will im kommenden Jahr beim Wohngeld weniger als bisher gedacht einsparen. Das geht aus dem Gesetzentwurf

Mehr
Bahn-Pünktlichkeit im Juni auf historischem Tief

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Pünktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist auf einen historischen Tiefstwert gesunken. Wie die "Bild-Zeitung" aus der

Mehr
Bundesregierung entlastet Reiseanbieter um 630 Millionen Euro

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung kommt der Tourismuswirtschaft bei einem Reizthema entgegen. Die Entgelte des für die Branche wichtigen Reisesicherungsfonds

Mehr