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Schlechtes Benehmen von Touristen: Schneeaffenpark in Japan begrenzt Besucherzahl

  • AFP - 26. Juni 2026, 15:39 Uhr
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Makaken in Japan
Bild: AFP

In einem wegen seiner badenden Schneeaffen bei Touristen beliebten Park in Japan hat das schlechte Benehmen vieler Besucher offenbar überhand genommen. Mit der Einführung eines Online-Buchungssystems wird die Besucherzahl ab August auf 2000 pro Tag gedeckelt.

In einem wegen seiner badenden Schneeaffen bei Touristen beliebten Park in Japan hat das schlechte Benehmen vieler Besucher offenbar überhand genommen: Mit der Einführung eines Online-Buchungssystems soll die Besucherzahl ab August begrenzt werden, wie ein Sprecher des Parks Jigokudani Yaen-Koen am Freitag mitteilte. Ab dann dürfen pro Tag maximal 2000 Besucher in den Park. 

Zuletzt hätten sich Vorfälle gehäuft, bei denen Urlauber versucht hätten, die Tiere zu füttern oder zu berühren, erklärte der Parksprecher. Manche Besucher versuchten demnach sogar, mit den Affen zusammen zu baden. 

Affen sind in weiten Teilen Japans verbreitet. Das Land ist bekannt für seine rotgesichtigen Japanmakaken, die umgangssprachlich oft als japanische Schneeaffen bezeichnet werden. 

In dem Park in der nördlichen Region Nagano sind die Japanmakaken beim Baden in heißen vulkanischen Quellen zu beobachten. Weil sie sich dabei ähnlich wie sich erholende Menschen verhalten, sind die badenden Affen eine viel gefilmte und fotografierte Touristenattraktion.

In den vergangenen Jahren erlebte der Park laut dem Sprecher einen massiven Besucheransturm. Parallel zum rasanten Anstieg der Touristenzahlen nahmen demnach auch die Fälle von schlechtem Benehmen zu.

Japan steht bei Urlaubern derzeit hoch im Kurs. 2025 strömten rund 42,7 Millionen Touristen in das Land - so viele wie noch nie. Auch an anderen Orten häufen sich die Beschwerden über das Verhalten einiger Urlauber. Die Stadt Kyoto wirft rücksichtslosen Touristen rüpelhaftes Benehmen in ihrem Geisha-Viertel vor. In der Stadt Fujiyoshida wurde im Februar ein Kirschblütenfest abgesagt, nachdem sich Einwohner über Ruhestörungen beklagt hatten. In den Straßen der Stadt war teils kein Durchkommen mehr, Touristen warfen Zigarettenkippen auf Grundstücke, vermüllten die Gegend und verrichteten in Privatgärten ihre Notdurft.

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