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Paketbombe in Monaco: Justiz identifiziert verdächtige Person

  • AFP - 2. Juli 2026, 23:49 Uhr
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Tatort in Monaco
Bild: AFP

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann schwer verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft des Fürstentums eine verdächtige Person identifiziert.

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann schwer verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft des Fürstentums eine verdächtige Person identifiziert. Es sei Haftbefehl erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Zudem werde die internationale Polizeiorganisation Interpol die verdächtige Person zur Fahndung ausschreiben.

Französischen Medienberichten zufolge richtet sich der Verdacht gegen eine Frau, die sich als Mann ausgegeben haben könnte. Auf Überwachungsaufnahmen war die Person demnach mit einem schwarzem Fischerhut zu sehen gewesen. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes und mehrerer weiterer Tatbestände eingeleitet.

Bei der Tat hatte am Montagabend ein Mensch ein Paket in der Eingangshalle eines kleinen Wohnhauses in Monaco abgelegt. Kurz darauf detonierte ein Sprengsatz. Die drei Bewohner - ein Paar und ein 13-jähriger Junge - kamen zum Zeitpunkt der Explosion nach Hause und wurden verletzt.

Mehreren Quellen zufolge handelt es sich um den 58-jährigen Multimillionär Wadym Jermolajew, einen Unternehmer ukrainischer Herkunft, sowie um dessen Partnerin und den 13 Jahre alten Sohn des Paares. Alle drei wurden durch die Explosion schwer verletzt. 

Jermolajew hatte sich in der ostukrainischen Stadt Dnipro als skrupelloser Immobilienunternehmer einen Namen gemacht. Der Geschäftsmann, der die ukrainische Staatsbürgerschaft schon vor Jahren abgegeben hat, zählte jahrelang zu den 100 reichsten Menschen in der Ukraine. 

In der Ukraine zählt Jermolajew zum sogenannten "Monaco-Bataillon", einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des Kriegs gegen Russland an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 unterliegt Jermolajew in der Ukraine Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Krim.

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