Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als "islamistischen Terroranschlag" eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute "alles" hin, sagte Dobrindt am Sonntag in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es "29 Verletzte und Schwerstverletzte", sagte der Minister. Der Tatverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger libanesischer Abstammung, habe eine Radikalisierung durchlaufen und sei bereits in Berlin zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
Dobrindt schilderte bei einem Besuch am Ort des Geschehens den Tatverlauf. Der Verdächtige sei mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast und habe damit eine Frau getötet und weitere Menschen "schwerst verletzt". "Anschließend ist er mit einer Stichwaffe, mit einer Hiebwaffe, mutmaßlich einer Machete, auf weitere Passanten losgegangen und hat diese ebenfalls schwer verletzt."
Zu dem Tatverdächtigen Abdul B. sagte Dobrindt: "Wir haben es hier mit einem mutmaßlichen Täter zu tun, der in der Vergangenheit auffällig war durch ein hohes Maß an Straftaten, durch eine Radikalisierung, durch eine Zugehörigkeit zur islamistischen Szene." B.s Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden, weswegen B. im Jahr 2005 als deutscher Staatsbürger zur Welt gekommen sei.Â
In einem Gerichtsverfahren in Berlin sei B. bereits zu einem Jahr und zehn Monate Haft verurteilt worden. "Diese Verurteilung wurde auf Bewährung ausgesetzt", sagte Dobrindt. "Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt."
Dobrindt kündigte eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen an - etwa für CSD-Kundgebungen in anderen Bundesländern. Dazu sei der Bund bereits in Gesprächen mit den Ländern. "Man kann nicht ausschließen, dass auch solche schrecklichen Taten, solche terroristischen Anschläge auch Nachahmer finden", sagte der Minister. Die Sicherheitsmaßnahmen müssten "im Zweifelsfall auch deutlich erhöht werden".
Brennpunkte
Dobrindt stuft Bluttat beim Berliner CSD als "islamistischen Terroranschlag" ein
- AFP - 26. Juli 2026, 14:37 Uhr
Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als 'islamistischen Terroranschlag' eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute 'alles' hin, sagte Dobrindt.
Weitere Meldungen
Russland will nach ukrainischen Angaben weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea im Ukraine-Krieg einsetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky warnte vor einer
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), kritisiert nach dem Anschlag auf den CSD die Aussetzung von Strafen für
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD haben am Sonntag Hunderte Menschen am Brandenburger Tor der Opfer gedacht. Auf dem Pariser Platz vor dem
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der designierte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat Zweifel an seiner Eignung für das Amt zurückgewiesen und begründet,
MehrWashington (dts Nachrichtenagentur) - US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union vorgeworfen, amerikanische Unternehmen gezielt zu benachteiligen, und eine neue
MehrFrankfurt (dts Nachrichtenagentur) - Im EZB-Rat regt sich Widerstand gegen Überlegungen, die unverzinste Mindestreserve für Banken zu erhöhen. Belgiens Notenbankchef Pierre
Mehr














