Brennpunkte

Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall an Leipziger Flughafen zurück

  • AFP - 7. August 2026, 19:05 Uhr
Bild vergrößern: Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall an Leipziger Flughafen zurück
Russische Botschaft in Berlin
Bild: AFP

Russland hat jegliche Verantwortung für den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen vehement zurückgewiesen. Die russische Botschaft in Berlin zeigte sich in einer am Freitag verbreiteten Erklärung 'besorgt über eine neue Welle antirussischer Hysterie'.

Russland hat jegliche Verantwortung für den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen in scharfem Ton zurückgewiesen. Die russische Botschaft in Berlin zeigte sich in einer am Freitag verbreiteten Erklärung "besorgt über eine neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland". Bei den Mutmaßungen über einen russischen Anschlagsversuch handle es sich um eine "fingierte Provokation, die nur den Interessen des Kiewer Regimes und des militaristischen Flügels des europäischen Polit-Establishments dient", hieß es in der auf Russisch veröffentlichten Erklärung.

"Die größte Gefahr, der sich Deutschland heute ausgesetzt sieht, besteht nicht in angeblichen 'hybriden Attacken' aus Moskau, die es nicht gibt", schreibt die Botschaft weiter. Die Gefahr bestehe vielmehr "in Politikern, die mit Begeisterung Szenarien für einen baldigen Krieg mit Russland entwickeln und die wollen, dass deutsche Bürger sich daran beteiligen". Mit solchen Berichten wollten europäische Politiker lediglich ihre Unterstützung für die Ukraine rechtfertigen.

Die Drohne war in der Nacht zum Mittwoch durch einen Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt worden. Der an ihr befestigte Sprengsatz wurde von Experten der Bundespolizei entschärft. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich am Mittwoch mit Vertretern von Polizei und Sicherheitsbehörden am Flughafen Leipzig über die Lage informiert. Er sprach danach von einem "neuen Bedrohungsszenario". Ohne einen möglichen Urheber zu nennen, sah der Innenminister ein Ereignis, das "möglicherweise auch fremde Mächte mit einschließt". Vermutungen richten sich gegen Russland, Belege dafür gibt es aber bisher nicht.

Weitere Meldungen

Mindestens zehn Tote bei Angriffen der pro-iranischen Huthis im Jemen

Einen Tag nach ihren folgenschwersten Angriffen im Jemen seit Jahren hat die Huthi-Miliz ihre Attacken fortgesetzt. In der strategisch wichtigen Provinz Marib seien am Freitag

Mehr
Selenskyj erstmals seit Beginn von Ukraine-Krieg nach Serbien gereist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land in das traditionell mit Moskau verbündete Serbien gereist.

Mehr
US-Gericht setzt Bau von Trumps Ballsaal aus - Präsident kündigt Berufung an

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem umstrittenen Ballsaal-Projekt am Weißen Haus eine weitere juristische Niederlage hinnehmen müssen. Ein Bundesberufungsgericht

Mehr

Top Meldungen

US-Unternehmen bauen im Juli Arbeitsplätze ab

In den USA haben Unternehmen im Juli mehr Arbeitsplätze abgebaut als neue geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im vergangenen Monat um

Mehr
Saarland setzt Lkw-Sonntagsfahrverbot wegen Niedrigwasser aus

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Das Saarland setzt wegen der anhaltenden Niedrigwassersituation das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lkw-Transporte

Mehr
Union und SPD lehnen Fuest-Vorschlag zur Mehrwertsteuer ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die finanzpolitischen Sprecher von Union und SPD haben die Forderung von Ifo-Präsident Clemens Fuest nach einer einheitlichen Mehrwertsteuer

Mehr