Brennpunkte

Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels

  • AFP - 17. August 2026, 19:49 Uhr
Bild vergrößern: Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels
Protestteilnehmer in Durban
Bild: AFP

In Südafrika haben erneut hunderte Menschen gegen irreguläre Migranten im Land protestiert. Am Montag beteiligten sich rund 300 Teilnehmer an einem fremdenfeindlichen Protest während eines Treffens der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in Durban.

In Südafrika haben erneut hunderte Menschen gegen irreguläre Migranten im Land protestiert. Am Montag beteiligten sich rund 300 Teilnehmer an dem fremdenfeindlichen Protest während eines Treffens der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in der Küstenstadt Durban. Die Protestanführerin Jacinta Ngobese-Zuma forderte die dort versammelten Staats- und Regierungschefs auf, "ihre Leute zurückzuholen, die sich illegal in Südafrika aufhalten". 

Die Protestteilnehmer folgten einem Aufruf fremdenfeindlicher Gruppen. Während ein Hubschrauber und Drohnen über den Demonstrierenden kreisten, geleiteten Polizisten zu Pferd und auf Motorrädern die vergleichsweise kleine Teilnehmergruppe bis an die Absperrung des Gipfeltreffens der 16 Staaten umfassenden Organisation SADC.

Südafrika ist ein wichtiges Ziel für afrikanische Einwanderer auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen. In den vergangenen Jahren hatte es im Land immer wieder ausländerfeindliche Gewalt gegen Migranten gegen. 

Die jüngsten fremdenfeindlichen Proteste halten bereits seit Monaten an. Sie richten sich insbesondere gegen Migranten aus Malawi, Mosambik und Simbabwe. Im Zuge der gewaltsamen Demonstrationen wurden laut südafrikanischen Behörden mindestens vier Menschen getötet.

Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika haben in den vergangenen Monaten mehr als 176.000 Ausländer Südafrika verlassen. Die meisten von ihnen stammen aus diesen drei Ländern.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zeigte sich am Freitag am Rande des SADC-Gipfels angesichts der Diskriminierung und Misshandlungen von Staatsangehörigen anderer Länder in seinem Land "beschämt und besorgt". Allerdings steht Südafrikas Regierung seitens anderer afrikanischer Länder wegen seines Umgangs mit den Protesten in der Kritik.

Weitere Meldungen

Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz

Ein Palästinenser mit US-Staatsbürgerschaft, dessen Haus in der Stadt Kusra im Westjordanland von extremistischen jüdischen Siedlern belagert wird, hat nach eigenen Angaben

Mehr
US-Bürger auf sizilianischem Vulkan Ätna tödlich von Blitz getroffen

Ein US-Bürger ist auf dem Vulkan Ätna auf der italienischen Insel Sizilien von einem Blitz getroffen worden und gestorben. Der Mann sei nach dem Vorfall am Sonntag mit einem

Mehr
Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden.

Mehr

Top Meldungen

Wasserstoffkernnetz: Kürzere Trasse für Lausitz im Gespräch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Trassenführung des Wasserstoffkernnetzes könnte in der Lausitz neu geplant werden. Statt des Verlaufs von Berlin über Rüdersdorf und

Mehr
Verdi ruft zu Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen auf

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen aufgerufen. Betroffen sind die Standorte Hamburg,

Mehr
Bericht: Mercedes setzt wieder mehr auf Taxigeschäft

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Der Autobauer Mercedes-Benz misst dem Taxigeschäft offenbar wieder mehr Bedeutung bei. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf

Mehr