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Chrupalla: Klimawandel ist "Nebenthema"

  • dts - 23. August 2026, 18:01 Uhr
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Tino Chrupalla und Markus Preiß am 23.08.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - AfD-Chef Tino Chrupalla sieht den Klimawandel trotz des Extremsommers nicht als wichtiges Thema. In Bürgergesprächen würden ihm andere Themen als Gründe für Probleme genannt, etwa die hohen Gas- oder Strompreise, Krieg oder Frieden in Europa und die Höhe der Rente, sagte er am Sonntag im ARD-Sommerinterview mit Markus Preiß.

Das Thematisieren des Klimawandels erlebe er als "Panikmache", so Chrupalla. Er sagte wörtlich: "Für mich war das ein ganz normaler Sommer." Die Bundesregierung wolle "mit diesem Klimahype den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, um in eine CO2-Abgabe zu investieren."

Den extremen Temperaturen will der AfD-Chef mit Anpassungsmaßnahmen begegnen. Man brauche "Klimaanlagen für alle", erforderlich seien auch Kühlzonen. Der Wald in Deutschland müsse zum Beispiel wieder aufgeforstet werden, auch das Roden von Waldstücken für Windkraftanlagen müsse ausgesetzt, beziehungsweise dürfe nicht mehr genehmigt werden.

Mit Blick auf eine mögliche Regierungsübernahme der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sagte der AfD-Chef, Spitzenkandidat Ulrich Siegmund solle allein entscheiden, wie er regieren wolle. Der Bundesvorstand werde sich in diese Frage nicht einmischen. Nach der Wahl werde man sehen, wie die Mehrheitsverhältnisse seien. Für die AfD sei das Ziel die absolute Mehrheit, man werde aber allen Parteien die Hand reichen. "Wir laden alle ein, die es mit Deutschland gut meinen." Siegmund hatte es zuletzt abgelehnt, sich im Zweifel mithilfe des BSW zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen.

Chrupalla hält den Vorschlag der AfD Sachsen-Anhalt, eine Bürgerwacht einzurichten, für sinnvoll. Das müsse koordiniert werden, und es brauche eine Aufsicht. Die Voraussetzung, Mitglied der Bürgerwacht zu sein, sei ein sauberes Führungszeugnis, so Chrupalla im ARD-Sommerinterview. Aber eine Bürgerwacht müsse möglich sein, solange die Polizei personell zu schlecht ausgestattet sei. In anderen Ländern gebe es das auch.

Gewerkschaften wie die Deutsche Polizeigewerkschaft sehen solche Pläne allerdings kritisch. Der Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt, Olaf Sendel, warnt, dass der "Weg zu Selbstjustiz dann nicht weit sei - und sei es auch nur aus mangelnder Professionalität im Übereifer." Chrupalla wies das zurück. Man habe heute schon eine Reihe privater Sicherheitsfirmen, die auf Festen für Ordnung und Sicherheit sorgten, weil die Polizei das nicht mehr leisten könne.

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