Finanzen

Dax baut Gewinne aus - Ifo-Index besser als erwartet

  • dts - 25. August 2026, 12:35 Uhr
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Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiter in den grünen Bereich vorgerückt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 26.330 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Scout24, Infineon und Siemens Energy, am Ende Siemens Healthineers, BASF und SAP.

Der am Vormittag veröffentlichte überraschend starke Ifo-Geschäftsklimaindex für August wirkte sich positiv auf die Stimmung aus. "Der Ifo-Geschäftsklimaindex klettert den vierten Monat in Folge nach oben und untermauert damit, dass die deutsche Wirtschaft auch im zweiten Halbjahr weiter zulegen wird", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank-Gruppe. Besonders erfreulich sei, dass die Unternehmen ihren weiteren Geschäftsverlauf deutlich optimistischer einschätzen als noch im Vormonat - trotz hoher Energiepreise und niedrigem Rheinpegel.

Die Stimmungsaufhellung geht vor allem vom verarbeitenden Gewerbe aus. "Die deutsche Industrie befindet sich also aller Unkenrufe zum Trotz im Aufschwung", so Gitzel. "Zwar leidet der Automobilsektor, doch in anderen Branchen ist man sehr zuversichtlich. Dies betrifft etwa den Maschinenbau oder auch die Medizintechnik. Darüber hinaus sollte auch nicht vergessen werden, dass in Deutschland derzeit eine rekordhohe Anzahl von Start-up-Gründungen zu vermelden ist." Die deutsche Wirtschaft vollziehe derzeit einen Strukturwandel und dürfte - um es positiv zu formulieren - ihre starke Abhängigkeit vom Automobilsektor reduzieren. Die deutsche Wirtschaft diversifiziere sich, sagte der Ökonom.

Bereits jetzt ist die Entwicklung der deutschen Wirtschaft eine "große positive Überraschung". Trotz hoher Energiepreise wuchs das BIP im zweiten Quartal um 0,3 Prozent nach 0,4 Prozent im ersten Quartal. "Möglicherweise wird aufgrund des niedrigen Rheinpegels die Expansion der Wirtschaft im dritten Quartal etwas gebremst, doch ein Rückgang des BIP kann mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden. Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt jedenfalls, dass die Unternehmen zuversichtlich bleiben."

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1664 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8573 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 89,51 US-Dollar; das waren 266 Cent oder 2,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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