Wirtschaft

Bericht: USA verhandeln mit Caracas über Beteiligung an Venezuelas Ölfeldern

  • AFP - 28. August 2026, 04:51 Uhr
Bild vergrößern: Bericht: USA verhandeln mit Caracas über Beteiligung an Venezuelas Ölfeldern
Ölförderanlage in Venezuela
Bild: AFP

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verhandelt laut einem Medienbericht derzeit mit der Übergangsregierung in Caracas über eine US-Beteiligung an den riesigen venezolanischen Erdölressourcen. Es geht um fast ein Drittel der Vorkommen des Landes.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verhandelt laut einem Medienbericht derzeit mit der Übergangsregierung in Caracas über eine US-Beteiligung an den riesigen venezolanischen Erdölressourcen. Die Verhandlungen erstreckten sich auf mehr als ein Dutzend Ölfelder Venezuelas mit nachgewiesenen Vorkommen von 90 Milliarden Barrel Erdöl, berichtete die US-Nachrichtenwebsite "Axios" am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte US-Regierungsvertreter. Dies ist fast ein Drittel von Venezuelas nachgewiesenen Ölreservern von 300 Milliarden Barrel.

Im Gegenzug für ihre Beteiligung an den Ölfeldern bieten die Vereinigten Staaten laut "Axios" an, dass private Unternehmen, darunter auch US-Firmen, die Ölfelder entwickeln und Venezuela so mehr Öl-Einnahmen bescheren. Sollte der Deal gelingen, würden sich die US-Ölreserven dem Bericht zufolge mehr als verdoppeln - zu einer Zeit, in der der Umfang der strategischen Ölreserven der Vereinigten Staaten den niedrigsten Stand seit 40 Jahren erreicht hat.

Laut "Axios" werden die Gespräche von US-Außenminister Marco Rubio und Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt. Die US-Regierung äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu dem Bericht. 

Im Januar war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

Maduros frühere Stellvertreterin Rodríguez wurde Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen, insbesondere im Energiesektor, stark gemacht. Die Regierung Trump übt starken Druck auf sie aus, den USA Zugang zu den venezolanischen Ölquellen zu gewähren. Es handelt sich um die weltweit größten bekannten Reserven des klimaschädlichen Energieträgers.

Trumps Regierung drängt zugleich US-Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne sind aber weiterhin zurückhaltend wegen der schlechten Infrastruktur dort und früherer Enteignungen ausländischer Investoren. Chevron, der einzige US-Ölkonzern, die zum Zeitpunkt von Maduros Gefangennahme noch in Venezuela aktiv war, hatte im Juli angekündigt, seine dortige Ölförderung bis Ende 2028 um 50 Prozent zu steigern.

Weitere Meldungen

Schwesig will Preisdeckel für Benzin

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat einen kurzfristigen Preisdeckel für Benzin gefordert. Ihr Favorit sei

Mehr
US-Finanzminister will G20-Vorsitz für Durchsetzung von Sanktionen gegen Iran nutzen

US-Finanzminister Scott Bessent will die wirtschaftliche Isolation des Iran kommende Woche als Gastgeber bei Beratungen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20)

Mehr
Mieterbund unterstützt Linken-Vorstoß für Mietenstopp

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der Debatte um einen bundesweiten Mietendeckel stellt sich der Deutsche Mieterbund (DMB) hinter die Forderungen der Linkspartei nach einer

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Deutschland droht erstmals Klimaziel zu verfehlen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland droht in diesem Jahr erstmals sein gesetzlich festgelegtes Klimaziel zu verfehlen. Die Treibhausgasemissionen seien im ersten

Mehr
Bafin zieht in frühere Bahn-Zentrale in Frankfurt

Frankfurt (dts Nachrichtenagentur) - Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin zieht 2028 vom Frankfurter Stadtrand ins Zentrum. "Die Bafin wird ihren Frankfurter Standort im Jahr 2028

Mehr
Betriebsräte im Schiffbau sehen Aufschwung bei Werften - vor allem Marineschiffbau

Die Geschäftsaussichten der norddeutschen Werften sind nach einer Umfrage unter Betriebsräten äußerst vielversprechend. Die Befragten erwarteten für die kommenden zwölf

Mehr